UBS spart Milliarden durch CS-Integration

29. Oktober 2025 um 12:24
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Foto: UBS

Die Zusammenlegung der Informatik von Credit Suisse und UBS kommt offenbar schneller voran als geplant. Dadurch hat UBS mehrere Milliarden US-Dollar eingespart.

Die Grossbank UBS vermeldet anlässlich der Publikation der Quartalsergebnisse weitere Fortschritte bei der Integration der Credit-Suisse-Informatik. Wie es in einer Mitteilung heisst, konnten durch die Arbeiten seit Juni 2023 bisher 10 Milliarden US-Dollar eingespart werden. Diese Schwelle sei ein Quartal früher erreicht worden als geplant. Bis Ende 2026 erwartet die Bank Kosteneinsparungen von brutto rund 13 Milliarden US-Dollar.
Während der vergangenen drei Monate fokussierten die Informatikerinnen und Informatiker auf die Überführung von Kundenkonten in der Schweiz. Bis Ende Oktober seien über 0,7 Millionen Konten transformiert worden, was mehr als zwei Drittel der Gesamtzahl sei, erklärt die UBS. Sie sehe sich auf gutem Weg, die Arbeiten bis Ende des ersten Quartals 2026 abschliessen zu können.

Aladdin-Plattform fliegt raus

Ferner will die Bank im Oktober die letzten Kundenportfolios im Asset-Management-Geschäft auf die UBS-Plattform übertragen haben. Die Millionenverträge für die Plattform Aladdin, die bei der Credit Suisse für das Asset Management verwendet worden war, sind bereits im Juli gekündigt worden. Damals hiess es noch, die Migration der Kundenportfolios solle bis Ende Jahr fertiggestellt werden. Nun sind die Technikerinnen und Techniker offenbar schon früher damit fertig. Die Überführung der Depot- und Fondskonten werde hingegen bis ins erste Quartal 2026 hinein andauern, führt die UBS jetzt aus.
Weitere Kosteneinsparungen will die Bank durch die Ausserbetriebnahme von Anwendungen und technischer Infrastruktur realisiert haben. Von den infrage kommenden Anwendungen der Credit Suisse seien bis anhin 1365 ausser Betrieb genommen worden, womit fast die Halbzeit (47%) erreicht sei. Den Angaben zufolge erhöhte sich die Zahl der stillgelegten Server im dritten Quartal 2025 auf 66'000, so dass zwei weitere Rechenzentren geschlossen werden konnten. Mittlerweile seien jetzt insgesamt sieben dieser Anlagen ausser Betrieb, führt die UBS aus. Die Menge der geprüften Daten habe sich von 28 im Juli auf jetzt 43 Petabyte erhöht.

KI unternehmensweit ausgerollt

Parallel zu den Migrationsarbeiten seien die IT-Mitarbeitenden der Bank mit dem Rollout von KI-Lösungen beschäftigt, führt die UBS in der Mitteilung aus. Im dritten Quartal habe man weitere KI-gestützte Tools eingeführt und allen Mitarbeitenden M365 Copilot zugänglich gemacht. Der firmeneigene KI-Assistent Red stehe unterdessen über 85'000 Mitarbeitenden zur Verfügung. Im Juli waren es noch 52'000 Kundenberaterinnen und Kundenberater.
Die KI-Anwendungen werden offenbar eifrig genutzt. UBS spricht von insgesamt 18 Millionen Prompts im abgelaufenen Quartal, was eine Verneunfachung seit dem Jahresende 2024 sei. Dem künftigen Chief AI Officer komme jetzt unter anderem die Aufgabe zu, die Interaktionen der Mitarbeitenden mit KI in eine KI-Strategie einzupassen, die die effektive Einführung KI-gestützter Prozesse und Tools in der Bank sicherstellen soll.

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