Die Grossbank UBS berichtet anlässlich der Publikation der Quartalsergebnisse einmal mehr Fortschritte bei der Ablösung von Credit-Suisse-Informatik. Laut Mitteilung des Konzerns sind zusätzliche Kundenkonten auf UBS-Plattformen migriert worden. Damit sei man dem Ziel nähergekommen, wesentliche Teile der Anwendungen und der IT-Infrastruktur der Credit Suisse bis zum Jahresende stilllegen zu können.
Die Ingenieurinnen und Ingenieure der UBS haben ihren eigenen Angaben zufolge bis zum Jahresende rund 85% der etwa 1,1 Millionen in der Schweiz gebuchten Kundenkonten migriert.
Vor drei Monaten wurde noch ein Stand von circa 66% kommuniziert. Mittlerweile sei die Überführung der Kundenkonten bei Personal & Corporate Banking und die Integration bei Asset Management weitgehend abgeschlossen.
Im laufenden ersten Quartal 2026 haben sich die UBS-Technikerinnen und -Techniker ins Pflichtenheft geschrieben, die verbleibenden Depots, Fonds- und Kundenkonten zu migrieren. Wenn dann am Jahresende die meisten IT-Systeme der früheren Credit Suisse heruntergefahren werden können, will die Bank Kosten in Höhe von bis zu 2,8 Milliarden Dollar einsparen können, darunter zusätzliche konzernweite Sparpotenziale von 0,5 Milliarden. UBS sieht sich in der Mitteilung "auf gutem Weg", die Ziele für das Jahresende 2026 zu erreichen.
Auf der Seite der Investitionen weist die UBS im Quartalsbericht unter anderem neue Engagements im Bereich KI aus. Die Mitarbeitenden seien im Umgang mit der Technologie geschult und die Zahl der Anwendungsfälle von KI-Lösungen auf über 380 erhöht worden, heisst es. Eine vergleichbare Angabe aus dem Vorquartal fehlt allerdings. Weitere 780 Anwendungsfälle befänden sich in der Entwicklung.