Die Versicherungsgruppe Baloise und die Grossbank UBS haben ihre Beteiligung an der Wohneigentumsplattform Houzy erhöht und halten nun die Mehrheit. Beide haben bereits vergangenes Jahr eine Zusammenarbeit im Immobilienbereich beschlossen. Diese werde durch die Erhöhung des Anteils an Houzy weiter ausgebaut, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung.
Houzy wurde 2017 gegründet und bietet eine Plattform für Immobiliensuche, Wertentwicklung, Finanzierung, Prüfung des Sanierungsbedarfs, Risikoschutz, Instandhaltung und Modernisierung von Eigenheimen. Gründer von Houzy ist Stefan Schärer, der auch Co-Geschäftsführer von Conreal ist und mit dieser zweiten Plattform ein Ökosystem für den Innenausbau aufbauen wollte.
Conreal befindet sich seit September in Nachlassstundung. Gescheiterte Deals hätten dem Unternehmen "das Genick gebrochen", hatte Schärer
gegenüber inside-it.ch erklärt. Man wolle die Firma jetzt sanieren und "mit dem Fokus auf den Tech-Stack unter dem Namen Conreal Technologies weiterführen".
Schärer hatte damals auch angekündigt, zur Tilgung von Schulden und für die Sanierung von Conreal Beteiligungen an Unternehmen wie Houzy zu verkaufen. Dies ist jetzt offenbar mit der Übernahme des Startups durch UBS und Baloise passiert.
Wie hoch der Anteil der Baloise und der UBS an Houzy genau ist, wird in der Mitteilung nicht genannt. Angaben zum finanziellen Engagement werden ebenfalls nicht gemacht. Gemeinsam wolle man den weiteren Ausbau der Plattform vorantreiben, erklären die beiden Partner. "Nach der kürzlich angekündigten Zusammenarbeit von Baloise und UBS mit der Immobilientransaktions-Plattform Brixel, werden wir mit den jeweiligen Kernkompetenzen der Partner nun die Digitalisierung innerhalb des gesamten Ökosystems weiter vorantreiben", so Yannick Hasler, Leiter Privatkunden Baloise.