Drei von vier Schweizer Hochschulen setzen beim Backup von Microsoft 365 (M365) auf die Cloud-Ressourcen der Stiftung Switch. Sie sichert eigenen Angaben zufolge die Daten von mehr als 100'000 Nutzenden an über 40 Hochschulen. An der Universität Neuenburg kommen jetzt noch Dokumente von rund 4500 Studierenden und circa 1100 Angestellten hinzu, heisst es in einer Mitteilung.
Für den stellvertretenden Leiter der Informatikdienste der Universität Neuenburg, Joël Metzger, stellte sich vor der M365-Migration die Frage nach einer Backup-Lösung. Zur Wahl standen Lösungen On-Premises, beim Anbieter Microsoft selbst oder einem Schweizer Dienstleister.
Metzger und seine Kolleginnen sowie Kollegen diskutieren bereits seit Jahren Fragen der digitalen Souveränität an der Uni Neuenburg, heisst es in der Mitteilung. "Bevor wir ein neues IT-Tool einführen, prüfen wir immer die Auswirkungen auf unsere digitale Souveränität. Bleiben die Daten nicht in der Schweiz oder in Europa, oder ist unklar, wer auf diese Daten Zugriff hat, lehnen wir die Einführung ab", sagt er.
Backups des Studiums
Für kleinere IT-Teams wie das von Metzger war zudem ein einfaches Handling bei Backup und Recovery ausschlaggebend. Das Wiederherstellen einzelner E-Mails oder auch ganzer Ordnerstrukturen funktioniere zeitpunktgenau über eine Restore-Konsole, heisst es in der Mitteilung. Beim Ausfall der Azure-Cloud könne ein Exchange Server lokal aufgesetzt werden, so dass wiederhergestellte Daten benutzbar bleiben. Letztendlich war laut Metzger auch der Preis tiefer als bei On-Premises- und anderen Cloud-Lösungen.
In der Switch-Cloud lagert der stellvertretende Leiter heute neben den M365-Daten der Mitarbeitenden auch sämtliche Daten der Studierenden. Denn laut Metzger sei E-Mail der offizielle Kommunikationskanal der Studierenden während ihres gesamten Studiums, was ein Backup rechtfertige. Dies unterscheide die Universität Neuenburg von anderen Hochschulen, die ihre Backups bei Switch lagern. Einen
Datenabfluss wie 2022 will Metzger unbedingt vermeiden.