US-Regierung will offenbar Google zum Chrome-Verkauf zwingen

19. November 2024 um 08:50
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Foto: Sarah B. / Unsplash

Nachdem ein Richter bereits befunden hatte, dass Google ein Monopol bei der Internetsuche hat, geht es jetzt um die Konsequenzen.

Google habe ein Monopol bei der Internetsuche, urteilte ein Richter vor einigen Wochen. Die US-Regierung soll deshalb beschlossen haben, was dagegen zu unternehmen ist. Laut einem Medienbericht will sie vor Gericht erreichen, dass Google sich vom Chrome-Browser trennen muss. Das Justizministerium wolle die Massnahme im Wettbewerbsprozess gegen Google in Washington vorschlagen, berichtet 'Bloomberg' unter Berufung auf informierte Personen.
Der Richter Amit Mehta vom Bezirksgericht Columbia, South Carolina, hatte in dem Verfahren bereits im August geurteilt, dass Google ein Monopol bei der Internetsuche habe und es mit unlauteren Mitteln gegen Konkurrenz verteidige.
Das Justizministerium wolle zusätzlich fordern, dass Google verpflichtet wird, Konkurrenten Zugang zu einigen Daten zu gewähren. Ausserdem soll es für Websites erleichtert werden, der Verwendung ihrer Informationen zum Training Künstlicher Intelligenz zu widersprechen.
Eine Entscheidung des Richters über die Massnahmen steht im kommenden Jahr an.
Chrome ist der meistgenutzte Browser zum Surfen im Web mit einem Marktanteil von rund 60% in den USA und etwa zwei Dritteln weltweit. Ein Argument der Wettbewerbshüter könnte dem Bericht zufolge sein, dass über Chrome viele Nutzer auf Googles Suchmaschine kämen. Überlegungen, von Google die Trennung vom Smartphone-System Android zu fordern, seien hingegen fallengelassen worden, schrieb 'Bloomberg' (Paywall).

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