Am 17. Oktober 2013 versuchte es Microsoft ein letztes Mal: Der Internet Explorer 11 wurde eingeführt, die letzte Version des Browsers. Er überdauerte noch bis Mitte Juni 2022 und wurde dann offiziell begraben, seither gibt es keine Sicherheitsupdates mehr. Und seit dem 15. Juni 2022 unterstützen bestimmte Versionen von Windows
den Browser nicht mehr.27 Jahre nach IE Version 1.0 war das Kapitel damit eigentlich abgeschlossen. Microsoft wollte seine Kunden auf den Edge-Browser schubsen. Im Legacy-Modus sollen Businesskunden aber veraltete Web-Anwendungen weiter nutzen können, noch mindestens bis 2029. Und mit ein paar Tricks kann auch der Privatsurfer den Browser bis heute aktivieren, wie das Magazin
'Winfuture' letztes Jahr aufzeigte.
Das merken wir auch bei inside-it.ch: In den letzten 4 Wochen steuerten immerhin noch 39 IE-User unsere Website an. Edge stellte in derselben Zeit 12'238 Nutzer, allerdings weit hinter Chrome mit 59'000 Lesern und Safari mit rund 25'400 Leserinnen. Firefox ist mit etwas über 6000 Usern vertreten.
Viel Kritik am Internet Explorer
Der Internet Explorer war immer wieder Gegenstand der Kritik. Durch seine weite Verbreitung unter Windows war er beliebtes Ziel von Cyberkriminellen, die oft erfolgreich waren.
Im Januar 2020 blockierten etwa das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) und die Organisation und Informatik Zürich (OIZ) kurzerhand den Browser, weil eine Lücke darin klaffte.
Zudem wurden immer wieder die langsame Implementierung von neuen Webstandards, die mangelhaften Datenschutzstandards sowie die Zwangsbündelung von Windows mit dem Internet Explorer kritisiert. Letzteres beendete ein Kartellrechtsprozesses gegen Microsoft.