Die WWZ-Gruppe, ehemals Wasserwerke Zug, kündigt ihren Austritt aus dem Quickline-Verbund an. Dieser erfolgt per September 2025. Ab dann will WWZ eine eigene Produktpalette für Internet, Telefon und TV unter dem Namen "Blizz" anbieten, wie die
'Zuger Zeitung' (Paywall) berichtet. Bis im Oktober sollen alle bisherigen Anschlüsse umgestellt werden.
WWZ bezog die entsprechenden Angebote seit 2012 von Quickline. "Die Einführung der Quickline-Produkte ist ein bedeutender Meilenstein für unsere Kunden", hiess es damals in einer Mitteilung. Damit könne "neu eine digitale Palette, welche sowohl hinsichtlich Verfügbarkeit als auch hinsichtlich Attraktivität der Dienste führend ist" angeboten werden. Gemäss Geschäftsbericht 2024 war WWZ bis anhin mit 750'000 Franken an der Quickline-Holding beteiligt.
Kunden und Kundinnen wurde der Wechsel Ende April per Mail mitgeteilt. Jerry Fohringer, Leiter Telekom WWZ, sagte gegenüber der Zeitung: "WWZ möchte ihre Telekommunikationsprodukte künftig eigenständig weiterentwickeln, um so noch gezielter auf regionale Bedürfnisse eingehen zu können." Nach einer Ausschreibung des Telekom-Produktangebots habe man sich deshalb für neue Produktlieferanten entschieden.
"Mit der Umstellung auf Blizz bleiben die Produkte für unsere Kunden gleichwertig oder werden verbessert. Sie behalten ihr bestehendes Abonnement zum selben Preis und werden auch weiterhin direkt von WWZ als ihrem lokalen Telekom-Partner versorgt", so Fohringer. Bis jetzt gebe es "sehr positive Rückmeldungen" zur Umstellung.
Ziel ist laut WWZ, selber Preise festlegen zu können und auch die Möglichkeit zu haben, mehr Entscheidungen zum Telekom-Angebot zu treffen. Welche Entscheidungen im Quickline-Verbund nicht möglich waren, konkretisierte das Versorgungsunternehmen gegenüber der 'Zuger Zeitung' nicht. Es seien Anbieter mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für die Kundschaft ausgewählt worden. Das habe auch ermöglicht, die Beschaffungskosten zu optimieren.