Am Mittwochmorgen war die Domain webland.ch des Hosting Providers
Webland erneut nicht erreichbar, ebenso wie zahlreiche Websites und E-Mail-Dienste von Kundinnen und Kunden. Die aktuellen Ausfälle folgten nur wenige Tage nach einer Mitteilung der Muttergesellschaft Miss Group, dass Web-, Datenbank- und DNS-Dienste bereits am 30. November vollständig wiederhergestellt worden seien. Lediglich ein Mailserver befand sich zu diesem Zeitpunkt noch in Reparatur, wie Jimmie Eriksson, COO der Miss Group, gegenüber inside-it.ch bestätigte.
Auf der Statusseite von Webland wird der aktuelle Vorfall ausführlich erläutert: Alle Server seien aufgrund eines Stromausfalls im Rechenzentrum zwangsweise heruntergefahren worden. Der Neustart der Systeme erfordere "Geduld und Sorgfalt", da die Server nacheinander hochgefahren werden müssten, um die vollständige Funktionsfähigkeit sicherzustellen. Die Support-Hotline von Webland informierte Kundinnen und Kunden per automatisierter Ansage über die Störung, wie ein Leser der Redaktion mitteilte. Gleichzeitig war die Statusseite status.webland.ch teilweise selbst nicht erreichbar.
Laut Webland handelt es sich bei der Störung um einen externen regionalen Ausfall im Raum Basel, der nicht von der eigenen Infrastruktur des Unternehmens verursacht wurde.
Analyse und nächste Schritte
Eriksson erklärte gegenüber inside-it.ch bereits vor dem aktuellen Ausfall, dass die Mail-Wiederherstellung länger als üblich dauere, da das ursprüngliche System in einem empfindlichen Zustand sei und Maildateien aus vielen kleinen Einzeldateien bestehen. Bei den Web-Diensten sei die Wiederherstellung schneller erfolgt, da hier die Daten in grösseren Dateien vorlägen. Das Unternehmen versicherte, dass der Schutz der Daten höchste Priorität habe und bislang keine Hinweise auf Datenverlust vorlägen. Es handle sich um einen Hardwarefehler, nicht um ein Sicherheitsproblem.
Miss Group kündigte bereits an, alle Kundenanfragen gesammelt zu bearbeiten, sobald die technische Situation stabilisiert ist. Zudem werde man eine interne Untersuchung durchführen, deren Ergebnisse auf der Statusseite veröffentlicht würden, so Eriksson. Bis dahin bleibt unklar, wann sämtliche Dienste wieder störungsfrei laufen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung ist webland.ch noch nicht in Betrieb.