Wisekey verkauft Mehrheit an KI-Startup Arago

26. April 2022, 09:21
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Wisekey-CEO Carlos Creus Moreira: "Der Zusammenschluss hat sich nun zu einer strategischen Partnerschaft entwickelt."

Kurz nach der Übernahme der Mehrheit von Arago, will Wisekey seine Anteile wieder abstossen. Als Grund werden unterschiedliche Geschäftsansätze genannt.

Der Genfer Security-Spezialist Wisekey arbeitet seit August 2020 mit dem deutschen KI-Startup Arago zusammen. Im letzten Herbst wurde ein "unverbindliches Term Sheet" unterzeichnet, in dem eine Kaufabsicht festgehalten wurde und in dem Arago mit insgesamt 100 Millionen Franken bewertet wird. Im Februar 2022 wurde dann die Übernahme von 51% des Startups durch Wisekey bekanntgegeben.
Nun folgt eine jähe Kehrtwende: Man habe entschieden, die beiden Unternehmen zu trennen und seine Anteile abzustossen, teilt das Genfer Unternehmen mit. Die Partnerschaft und die Technologieintegration WiseAI würden aber intakt bleiben, wird in der Mitteilung versichert. Und man mache mit dem Verkauf Gewinn: Nach Investitionen in die Integration soll die Veräusserung einen Nettoerlös von 17 Millionen Euro einbringen.
Als Grund für die Trennung nennt Wisekey unterschiedliche Geschäftsansätze und Markteinführungsstrategien. Die Investitionen für die Aufrechterhaltung des Betriebs unter einem Dach würden weder den erhöhten Aufwand rechtfertigen noch ermöglichten sie es, das Bewertungspotenzial beider Unternehmen voll auszuschöpfen, wird Carlos Moreira, CEO von Wisekey, in der Mitteilung zitiert. Der CFO ergänzt: "Dieser Verkauf wird unsere operativen Verluste reduzieren und uns in die Lage versetzen, schneller in Richtung Profitabilität zu gehen."

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