Die Stadt Zürich hat eine neue Datenstrategie verabschiedet. Die "Datenstrategie der Stadt Zürich 2030" hat laut Bericht zum Ziel, Daten als strategische Ressource festzulegen, ihre Verfügbarkeit und Nutzung zu verbessern und eine koordinierte, verantwortungsvolle sowie datenschutzkonforme Datenbewirtschaftung sicherzustellen. Denn bisher sei die Datenbewirtschaftung innerhalb der Stadtverwaltung unterschiedlich weit entwickelt. Dafür definiert der Stadtrat nun einheitliche Regeln, Strukturen und Prozesse für den Umgang mit Daten innerhalb der gesamten Verwaltung.
Die Umsetzung der Strategie beginne ab 2027 und liege bei den einzelnen Organisationseinheiten der Stadtverwaltung, die jeweils für ihre Daten verantwortlich seien. Für die stadtweite Koordination wurde zudem die Fachgruppe "Datenkoordination" geschaffen. Diese soll zwischen den verschiedenen Bereichen gemeinsame Standards sowie Massnahmen bestimmen. Spezialistinnen und Spezialisten von Organisation und Informatik, Geomatik + Vermessung sowie Statistik Stadt Zürich würden die Umsetzung vorbereiten und die Organisationseinheiten unterstützen, heisst es weiter.
Drei strategische Ziele
Im Mittelpunkt der Strategie stehen Datenmanagement, Datennutzung und Datenkultur. Beim Datenmanagement sollen klare Zuständigkeiten organisiert und ein stadtweiter Datenkatalog eingeführt werden. Dieser würde zur standardisierten Bewirtschaftung und Dokumentierung mittels angereicherter Metadaten dienen. So könne ein Überblick über die vorhandenen Daten, deren Herkunft und Verwendung geschaffen werden.
Beim strategischen Ziel "Datennutzung" hingegen liege der Fokus darauf, die bereits vorhandenen Daten für die Weiterverwendung zugänglich zu machen. Dadurch sollen Mehrfacherhebungen vermieden und sowohl die Bevölkerung als auch die Verwaltung selbst entlastet werden. Ausserdem will die Stadt Datenanalyse mithilfe von Technologien wie KI und geografischen Informationssystemen fördern. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen unter anderem die Entscheidungsfindung erleichtern und zur Effizienzsteigerung beitragen. Dabei sollen laut Stadt die rechtlichen Vorgaben und der Datenschutz eingehalten werden.
Der dritte Schwerpunkt "Datenkultur" betrifft die Datenkompetenz und die Zusammenarbeit der Mitarbeitenden. Durch Weiterbildungen und Daten-Communities soll das Wissen im Umgang mit Daten über alle Hierarchiestufen hinweg gestärkt und der Austausch zwischen verschiedenen Abteilungen gefördert werden. Ziel sei es, die verantwortungsvolle Datennutzung in der gesamten Verwaltung zu verankern.