Zurich-CEO: Cyberangriffe werden "unversicherbar"

3. Januar 2023 um 10:34
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Mario Greco, seit 2016 CEO von Zurich Insurance. Foto: Zurich Insurance

Im Gegensatz zu Naturkatastrophen könnte das Risiko gegen Cyber­angriffe in Zukunft nicht mehr versichert werden, sagt der Chef der Versicherung.

Cyberangriffe werden "unversicherbar". Diese Warnung kommt von Mario Greco, CEO von Zurich Insurance. In einem Interview mit der 'Financial Times' sagte er, dass Cyberangriffe eine Gefahr darstellen, die überwacht werden muss. Zudem sieht der Zurich-Chef die Regierungen in der Verantwortung. In den vergangenen Jahren hätten Manager grosser Versicherungsunternehmen vor den Risiken von Pandemien und Klimawandel für den Versicherungsschutz gewarnt, sagte er im Gespräch mit der Zeitung.
"Was nicht versicherbar sein wird, ist Cyber", sagte der Leiter der Schweizer Versicherungsgruppe gegenüber der 'Financial Times'. "Was sind die Folgen, wenn jemand die Kontrolle über lebenswichtige Teile der Infrastruktur über­nimmt?", fügte er hinzu und wies darauf hin, dass es nicht nur um Daten gehe, sondern dass Cyberangriffe auch Menschenleben gefährden können.
Die in den letzten Jahren sprunghaft angestiegenen Schäden hätten die Ver­sich­erer dazu veranlasst, Sofortmassnahmen zu ergreifen, um ihr Risiko zu begrenzen. "Einige haben nicht nur die Preise erhöht, sondern auch die Policen so angepasst, dass die Kunden mehr Verluste einbehalten müssen", sagte Greco und verwies dabei auf den Rechtsstreit rund um den NotPetya-Angriff aus dem Jahr 2017.
Greco sagte, es gebe eine Grenze, bis zu der private Sektor alle durch Cyberangriffe verursachten Verluste übernehmen könne. Er forderte die Regierungen daher auf, "privat-öffentliche Systeme zu schaffen, um syste­mi­sche Cyber-Risiken zu handhaben, die nicht quantifiziert werden können, ähnlich denen, die in einigen Ländern für Erdbeben oder Terroranschläge existieren". Ähnliche Forderungen stellte bereits der Schweizer Rück­ver­sicherer Swiss Re im November.

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