Der Schweizer IT-Arbeitsmarkt erhält zwei neue Angebote für die Stellensuche, die unterschiedliche Ansätze verfolgen. Während ictjobs.ch sein bestehendes Angebot technisch und funktional ausbaut, setzt SwissAI mit einer gänzlich neuen Plattform auf eine Spezialisierung auf KI-Berufe. Für Stellensuchende überschneiden sich die Zielgruppen teilweise, insbesondere bei Positionen in Softwareentwicklung, Data Science oder KI-Engineering.
Wie ictjobs.ch mitteilt, hat die auf IT-Berufe spezialisierte Plattform ihren Webauftritt neu gestaltet und zusätzliche Funktionen für Unternehmen und Stellensuchende eingeführt. Das Portal ictjobs.ch deckt ein breites Spektrum von IT-Berufen ab, darunter Softwareentwicklung, IT-Security, System- und Netzwerktechnik, Support, Projektleitung und IT-Management. Die Plattform will laut Eigenbeschrieb mit neuen Suchfiltern die Stellensuche erleichtern. Unternehmen könnten zudem ab sofort Videos, Kurzprofile und Angaben zu Benefits in ihre Ausschreibungen integrieren, heisst es in einer Mitteilung.
Für Stellensuchende bietet das Portal unter anderem ein personalisiertes Job-Abo und einen Online-Lebenslauf. Nach Angaben des Betreibers werden ausgeschriebene Stellen zudem mit einem Pool von mehr als 3500 Profilen abgeglichen und passenden Stellensuchenden per E-Mail zugestellt. Die Überarbeitung von ictjobs.ch wurde gemäss Mitteilung gemeinsam mit dem Zürcher Unternehmen Flake umgesetzt.
Neue Plattform für KI-Stellen
Mit jobs.swissai.ch konzentriert sich SwissAI dagegen auf den noch enger gefassten Bereich der Künstlichen Intelligenz. Die gemeinsam mit Jobchannel entwickelte Plattform bündle zum Start 133 KI-relevante Stellen aus der Schweiz, so der Verband. Der durchschnittlich ausgeschriebene Monatslohn liegt laut SwissAI bei 6957 Franken.
Das Portal biete Such- und Filterfunktionen sowie ein Job-Abo für neue Stellen. Es soll einen Überblick über berufliche Möglichkeiten im KI-Umfeld schaffen, das sich mit der zunehmenden Verbreitung entsprechender Technologien in Unternehmen und Organisationen weiter ausdifferenziert.
SwissAI bezeichnet den Start als "bewusst pragmatisch". Die Erfahrungen der kommenden Monate sollen in die Weiterentwicklung einfliessen. Damit soll die Plattform nach Angaben des Verbands schrittweise an die Bedürfnisse von Unternehmen und Fachkräften angepasst werden.