Vergangenes Jahr hat Abacus Research die neue Rolle des Chief Artificial Intelligence Officers geschaffen und die Position
mit Alexander Vegh besetzt. Nun erklärt das Unternehmen: Künstliche Intelligenz stehe im Zentrum der Strategie von Abacus. KI diene als Schlüsseltechnologie zur Effizienzsteigerung, zur Reduktion von Kosten und zur Entscheidungsfindung in Unternehmen. Anvisiert wird eine Generation intelligenter, integrierter ERP-Systeme mit Künstlicher Intelligenz im Zentrum der Unternehmensautomatisierung.
Mit Partnerschaften mit Artificialy und Tinext treibt die Softwareschmiede das Thema weiter voran, wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekannt gibt.
KI-Entwicklung und Daten in der Schweiz
Artificialy ist ein auf KI und Computer Vision spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Lugano. Abacus beteiligt sich mit 17% an der 2020 gegründeten Firma. Artificialy entwickle KI-Modelle lokal, schreibt Abacus, ohne auf die Sprachmodelle von OpenAI, Google oder Microsoft zurückzugreifen. Somit könne man KI-Lösungen direkt in die ERP-Plattformen von Abacus integrieren und gleichzeitig vermeiden, dass Daten ins Ausland übertragen werden.
Gleichzeitig setzt Abacus für das Hosting von KI-Daten auf die Tessiner Firma Tinext. Damit will Abacus sicherstellen, dass KI-Daten ausschliesslich in Schweizer Rechenzentren verarbeitet werden, sodass die Datensouveränität und die Einhaltung der Datenschutzbestimmungen gewährleistet seien.
Eine weitere Rolle in den KI-Ambitionen von Abacus spielt das von den Professoren Luca Gambardella und Marco Zaffalon geleitete KI-Kompetenzzentrum im Tessin. Ihr Fachwissen habe bereits wesentlich zur Weiterentwicklung des ERP-Systems beigetragen. Das Kompetenzzentrum wirke als Innovationsmotor und liefere neue Impulse für die Weiterentwicklung der Softwarelösungen, so Abacus. Die beiden Professoren sind auch die Gründer von Artificialy.