Alliance Swisspass testet nutzungsabhängige ÖV-Tarife

26. April 2023 um 14:10
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Die Branchenorganisation will mit dem Projekt "myRide" eine neuartige nachträgliche Verrechnung von Fahrten prüfen.

Die ÖV-Branchenorganisation Alliance Swisspass hat über ihr Pilotprojekt "Myride" zur Digitalisierung der Tarife im öffentlichen Verkehr informiert. Hierbei werde das sogenannte "Postpricing" mit einem schweizweiten E-Tarif als neuer Abonnement-Typ getestet, liess Alliance Swisspass an einem Hintergrundgespräch verlauten.
Der Fahrten-Konsum der Kunden in der Vergangenheit solle dabei die jeweils aktuelle Preisstufe, den E-Tarif, bestimmen, hiess es. Die Tarife sollen sich gemäss Alliance Swisspass einer schwankenden Nutzungsintensität anpassen. Wie das genau funktioniert, blieb an dem Hintergrundgespräch offen. "Wir befinden uns in einer Experimentalphase", sagte Geschäftsführer Helmut Eichhorn.
Technische Lösungen, unter anderem eine Applikation und ein anonymes Tracking für die für das "Postpricing" notwendige Erfassung des Fahrtenkonsums der Kunden, würden im Moment entwickelt, hiess es weiter. Billetkäufe sollen bei einer Nutzung des E-Tarifs ganz entfallen. Was wann genau eingeführt werde, sei jedoch offen, entschieden noch nichts, hiess es bei Alliance Swisspass.
Im Fokus der 2023 beginnenden und voraussichtlich 2024 endenden Testphase seien ÖV-Kunden im Grossraum Zürich. Alliance Swisspass gehe hierbei von den Bedürfnissen von rund 1,5 Millionen Menschen in der Schweiz aus, die ein Monats-Verbundabo besitzen.

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