Apple-Chef nennt Preiserhöhungen "unvermeidlich"

18. Juni 2026 um 10:12
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Tim Cook. Foto: Apple

Trotz langfristiger Verträge mit den Halbleiterproduzenten muss Apple mehr Geld für Speicherchips zahlen. CEO Tim Cook nennt den Ausbau von KI-Rechenzentren als einen Grund.

Der Computerkonzern Apple wird als Reaktion auf die gestiegenen Speicherchipkosten die Preise erhöhen. "Leider sind Preiserhöhungen unvermeidlich", sagte Apple-Chef Tim Cook dem 'Wall Street Journal'. Der gesamten Branche mache bereits seit Monaten zu schaffen, dass mit dem gross angelegten Bau von KI-Rechenzentren die Speicherchipkapazitäten nicht ausreichten und die Preise entsprechend in die Höhe schiessen würden.
Cook machte keine Angaben dazu, wann, wie stark und für welche Produkte die Preise erhöht werden sollen. Die nächste grosse Vorstellung neuer Geräte wird wie gewohnt im Herbst mit der neuen iPhone-Generation erwartet.

Kostensteigerungen sind riesig

Der Hersteller konnte bisher unter anderem dank langfristiger Lieferverträge die Gerätepreise für Kunden weitgehend stabil halten. Das Unternehmen gebe zwar sein Bestes, um die "riesigen" Kostensteigerungen abzufedern und nicht an die Kunden weiterzureichen, aber dies sei nicht mehr nachhaltig möglich. Apple hatte schon in den vergangenen Monaten erwähnt, dass die gestiegenen Speicherkosten Gegenmassnahmen erfordern könnten, und sich damit die Tür für Preiserhöhungen offengehalten.
Einige PC-Hersteller und Spielekonsolenanbieter erhöhten bereits ihre Preise. Auch bei anderen grossen Elektronikanbietern war zuletzt zu hören, dass die Kostensteigerungen bei Speicherchips ein Ausmass erreicht hätten, das ohne höhere Preise für die Kundinnen und Kunden nicht verdaut werden könne.

Speicherchips fürs iPhone aus China?

Die Chipkonzerne bauen zwar ihre Kapazitäten aus, aber das ist in der Industrie ein langwieriger Prozess. Zudem könnten dabei für Rechenzentren benötigte Speichertypen bevorzugt werden.
China hat unterdessen grosse staatlich geförderte Speicherproduzenten. Für US-Unternehmen dürften aber harte Einschränkungen für die Zusammenarbeit mit ihnen gelten. Gefragt, ob Regeln dazu gelockert werden sollten, sagte Cook der Zeitung, seiner Meinung nach sollten alle Optionen erwogen werden und fügte hinzu: "Ich denke, wir sollten das gesamte Angebot im Blick haben."

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