IG SAP diskutiert die Zukunft des ERP

18. Juni 2026 um 09:35
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Das Gesicht der IG SAP CH: Remo Schneider. Foto: inside-it.ch

An einem Anlass der IG SAP Schweiz sprachen Anwenderfirmen über Erfahrungen mit neuen SAP-Technologien. Die Organisatoren waren erfreut über den starken Zuspruch.

Die Schweizer Niederlassung des ERP-Anbieters SAP zählt zu den umsatzstärksten weltweit. Die hiesigen Kundinnen und Kunden des Softwarekonzerns haben sich seit 2008 in der Interessengemeinschaft (IG) SAP Schweiz zusammengeschlossen. In der Organisation sind mittlerweile 151 Firmenmitglieder vertreten, sagte der IG-Leiter Remo Schneider zu inside-it.ch.
Über 150 Mitglieder trafen sich jüngst an einer Fachtagung in Zürich. Vertreterinnen und Vertreter von Anwenderfirmen berichteten von ihren Erfahrungen mit SAP-Technologien, darunter Agentic AI, Business Data Cloud und Integration Suite.

Autonomous Enterprise und Joule

In einer Fragerunde mit Stefan Knopf, Head of Customer Evolution Middle & Eastern Europe bei SAP, standen Zukunftsthemen wie Autonomous Enterprise und Joule Work im Fokus. Dabei wurde deutlich, dass SAP ihre KI-Vision klar vorantreibt und Schweizer Kundinnen und Kunden bei der Transformation unterstützen wird. Gleichzeitig betonte Knopf, dass Fiori als zentrale Benutzerschnittstelle für SAP-Applikationen weiterhin als strategisch eingestuft ist: Joule Work sei als ergänzender "Engagement Layer" mit KI zu verstehen und stellt keinen Ersatz für Fiori da.
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Patric Imark von SAP Schweiz. Foto: inside-it.ch
Sein Kollege Patric Imark war überzeugt, dass SAP-Lösungen auch in Zeiten von KI-Agenten noch ihre Berechtigung haben werden. Die Künstliche Intelligenz werde die Arbeit mit Geschäftsdaten zweifellos beschleunigen und vereinfachen. Das Verständnis der Geschäftsobjekte und die Compliance könne allerdings nur eine etablierte Business Software bieten, so der Head of Customer Advisory & Demand von SAP Schweiz.
Das noch recht frische Konzept des Autonomous Enterprise charakterisierte Imark mit den Worten: Das System beobachte die Unternehmensprozesse, die Anwenderinnen und Anwender sowie das geschäftliche Umfeld. Aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse zieht das System seine Schlüsse und schlägt Aktivitäten vor, die durch einen Anwender geprüft und freigegeben werden.

Schweizer Anwenderfirmen berichten

Den Kern des Anlasses bildeten Praxisberichte direkt aus Anwenderunternehmen: Die SAP Security wurde einem Realitätscheck unterzogen und Erfahrungen zur Migration von der SAP-Middleware Process Integration auf die Integration Suite wurden geteilt. Ein dritter SAP-Kunde demonstrierte seine KI-Agenten zur Bestellautomatisierung auf der Business Technology Platform. Weiter wurde aus dem Live-Betrieb der Business Data Cloud berichtet und zum Abschluss der Weg vom Integrationswildwuchs hin zu einer strukturierten Integrationsarchitektur skizziert.
Bei den neuen SAP-Konzepten sah IG-Leiter Schneider die zentralen Herausforderungen, wie sich die Vision konkret umsetzen lässt und wie Kundinnen und Kunden daraus eine belastbare Strategie für ihr Unternehmen entwickeln können. Hier blieben auch am Anlass der IG SAP CH noch Fragen offen.
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