Bei Big Tech wird jetzt (theoretisch) genauer hingeschaut

7. März 2024 um 08:00
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Dall-E / GPT-4

Ab heute greifen die strengen Regeln des Digital Markets Acts für grosse Online-Plattformen. Einschneidend ist das vor allem für die grossen App-Stores.

In der Europäischen Union greifen ab heute, 7. März, striktere Regeln für grosse Online-Plattformen, die einen Machtmissbrauch verhindern sollen. Die EU-Kommission machte bisher 22 Dienste von sechs Unternehmen als sogenannte Gatekeeper aus. Für diese, und nur für diese, gelten die neuen Vorgaben.
Betroffen sind wenig überraschend die amerikanischen Tech-Giganten: Apple, Amazon, Microsoft, die Google-Mutter Alphabet und der Meta-Konzern mit seinen Plattformen Facebook, Instagram und Whatsapp. Daneben kam die Video-App Tiktok auf die Liste.
Zu den Vorgaben gehört unter anderem, dass die Gatekeeper eigene Dienste nicht gegenüber Angeboten von Konkurrenten bevorzugen dürfen. In der Websuche von Google werden deshalb Informationen aus spezialisierten Suchmaschinen anderer Firmen künftig ausführlicher dargestellt. Auch ist untersagt, Daten aus verschiedenen Diensten miteinander zu verknüpfen.

Apple muss Apps aus fremder Quelle zulassen

Apple muss jetzt erstmals zulassen, dass auf dem iPhone Apps aus anderen Marktplätzen als dem hauseigenen Store geladen werden können. Beim Meta-Konzern müssen die Chat-Dienste Whatsapp und Messenger Voraussetzungen für die Integration konkurrierender Messaging-Dienste schaffen. Doch Rivalen wie Signal und Threema zeigen wenig Interesse daran und verweisen auf ihre eigenen Datenschutzstandards.
Bei Verstössen gegen den DMA drohen Strafen von bis zu 10% des jährlichen Umsatzes und bis zu 20% im Falle wiederholter Verletzungen. Als letzte Option steht auch eine Zerschlagung im Raum. Am Ende könnten Gerichte über mögliche Sanktionen entscheiden.

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