Berner Citysoftnet braucht noch mehr Geld

13. Dezember 2024 um 10:35
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Foto: Pfüderi / Pixabay

Um höhere Betriebskosten und die von der Fallführungssoftware verursachten Mehrkosten beim Personal auszugleichen, soll die Stadt weitere zwei MIllionen Franken aufwerfen.

Die Fallführungssoftware Citysoftnet der Stadt Bern kostet wie erwartet weiter mehr Geld als geplant. Der Gemeinderat hat dem Stadtrat einen Nachkredit über rund zwei Millionen Franken beantragt, wie er bekannt gibt. Es ist der bereits fünfte Nachkredit, der im Laufe der letzten sechs Jahre für Citysoftnet fällig wurde.
Und es dürfte nicht der letzte bleiben. Die Stadt hatte bereits im Sommer angekündigt, dass weitere Nachkredite nötig sein würden. Dies werde sich auch 2025 nicht ändern. Bern hatte im Herbst 2023 zwar schon einmal geglaubt, die Probleme rund um Citysoftnet seien gelöst, aber im Verlaufe dieses Sommers stellte sich dies als Irrtum heraus.
Mit dem nun beantragten Kredit sollen höhere Kosten für Betrieb und Personal gedeckt werden. Der jährliche Betrieb der Software koste rund 1,5 Millionen Franken, wie in der Begründung ausgeführt wird. 2018 war die Stadt noch von 800'000 Franken ausgegangen, so der Gemeinderat. Die Differenz sei auf höhere Kosten für Wartung und Support, für das Hosting, höhere interne Informatikkosten sowie teurere Software-Lizenzen zurückzuführen.

Mehraufwand im Sozialamt und im EKS

Ausserdem sollen mit dem Kredit höhere Personalkosten im Sozialamt gedeckt werden, die aufgrund krankheitsbedingter Personalausfälle und der erhöhten Arbeitslast anfallen, so der Gemeinderat.
Die Umstellung auf Citysoftnet habe auch im Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz (EKS) zu Mehraufwand und einer Überbelastung des Personals sowie zu Ausfällen geführt, hat der Gemeinderat bereits im September berichtet. Am 17. September hatte der Gemeinderat beim Stadtrat deshalb bereits einen Nachkredit über 2,7 Millionen Franken, "für eine Stabilisierung des Alltagsbetriebs" im EKS beantragt.
Anfang 2025 will auch die Stadt Zürich und im Sommer 2025 die Stadt Basel die Software einführen, wie es weiter hiess. Davon erhofft sich die Stadt Bern dann "weitere Verbesserungen für die Funktionalität". In einer aktuellen Ausschreibung sucht die Stadt Basel per April Unterstützung für das Projekt. Gesucht wird unter anderem eine Person, der oder die als Projekt Management Officer und Testmanager im Vollzeitpensum fungieren kann.
(Mit Material von Keystone-sda)


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