Die Berner Kantonalbank (BEKB) streicht bei ihrer IT-Tochter Aity 22 Stellen. Dabei kommt es auch zu Entlassungen. Zuerst über den Stellenabbau berichtet hatte
'Inside Paradeplatz'. Aity wurde 2021 gegründet und nahm im April 2022
den operativen Betrieb als IT-Dienstleister auf.
Die Medienstelle der BEKB bestätigt auf Anfrage von inside-it.ch den Stellenabbau von 22 Mitarbeitenden. Die Auswahl sei auf Grundlage betrieblicher Anforderungen und einer "sorgfältigen organisatorischen Analyse quer durch alle Bereiche und Funktionen" erfolgt. "Die betroffenen Mitarbeitenden werden im März persönlich informiert und mit einem umfassenden Sozialplan begleitet."
Derzeit 302 Mitarbeitende
Per Ende 2025 habe Aity 302 Mitarbeitende auf 278 Vollzeitäquivalente gezählt. Bei der Anzahl der betroffenen Mitarbeitenden bestehe zwar keine gesetzliche Pflicht zur Anwendung eines Sozialplans, führt die Medienstelle aus. "Dennoch ist es der BEKB-Gruppe ein wichtiges Anliegen, Verantwortung zu übernehmen und die betroffenen Mitarbeitenden bestmöglich zu begleiten."
Zu den Gründen für die Entlassungen erklärt die Kantonalbank: "Die BEKB richtet ihre IT-Tochter Aity auf die nächste Entwicklungsphase aus ('Phase 2 – Optimiertes Betriebsmodell und Lieferfähigkeit'). Im Zuge dieser Weiterentwicklung und dem Hauptziel, die Wettbewerbsfähigkeit der Aity AG nachhaltig zu sichern, kommt es zu organisatorischen Anpassungen, die auch einen Stellenabbau von 22 Mitarbeitenden betreffen."
Zukünftige Führungslösung noch in Bearbeitung
Im vergangenen Oktober wurden
der sofortige Abgang des bisherigen Aity-CEOs Oliver Kuster sowie von Pascal Eugster, Leiter Entwicklung & Application Management und stellvertretender CEO, bekannt. Zur Führungssituation erklärt die Medienstelle: "Aktuell führt mit Heinz Rohrbach ein externer Interim-CEO auf Mandatsbasis Aity. Die zukünftige Führungs- und Organisationslösung ist in Bearbeitung und soll im späten Frühling festgelegt werden."
Weiter würden bei der BEKB derzeit Investitionsschwerpunkte in der IT-Architektur definiert und die gruppenweite Zusammenarbeit weiterentwickelt, "um eine langfristig stabile und leistungsfähige Aity AG zu garantieren", so die Medienstelle.