Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) sucht in einer Ausschreibung mehrere IT-Dienstleister für die Cloud-Umgebungen der Bundesverwaltung. Die Anbieter sollen Leistungen erbringen, zusätzlich zu den Rahmenverträgen "
Public Clouds Bund". Diese hatte die Bundeskanzlei im September vergangenen Jahres um fünf Jahre bis 2031 verlängert.
Eine neue Ausschreibung solle es der Bundesverwaltung bis 2031 ermöglichen, zusätzlich einen Zugang zu Fachdienstleistungen im Cloud-Bereich zu bekommen, erklärt das BIT auf der Beschaffungsplattform Simap. Insgesamt werden Leistungen im Gesamtwert von 130 Millionen Franken zum optionalen Bezug ausgeschrieben. Die Beschaffung sei aufgeteilt in acht Lose.
Die ersten beiden Lose sollen es der Bundesverwaltung ermöglichen, Beratungsleistungen zu den Themen Cloud Adoption und Cloud-Strategie zu beziehen (Kostendach: 40 Millionen). Mit den Losen drei bis sieben werden Dienstleister gesucht, die der Bundesverwaltung in Projekten anbieterspezifische fachliche und technische Unterstützung bieten können, jeweils bezogen auf einen der fünf Anbieter Alibaba, AWS, IBM, Microsoft und Oracle. Hierbei seien jeweils 15 Millionen Franken das Kostendach, erklärt das BIT. Das achte Los schliesslich umfasst Leistungen, die das Bundesamt selbst als Cloud Service Broker der Bundesverwaltung für die um fünf Jahre verlängerte Laufzeit der Cloud-Verträge benötigt. Auch hier stehen bis zu 15 Millionen Franken zur Verfügung.
Leistungen für Swiss Government Cloud
Bei den Beträgen und den Kostendächern handle es sich um Obergrenzen. Der Bezug sei bei allen Losen optional und richte sich nach dem effektiven Bedarf der Bundesverwaltung. Die Departemente und ihre Ämter sowie die Bundeskanzlei seien jeweils zuständig für den Entscheid, ob sie Leistungen beziehen. Für den Bund bestehe keine Pflicht, Leistungen abzurufen, betont das BIT.
Die jetzt ausgeschriebenen Ressourcen will das BIT auch für den Übergang in die "
Swiss Government Cloud" (SGC) verwenden können. Wie das Bundesamt schreibt, werde es bis 2032 eine neue Hybrid-Multi-Cloud-Infrastruktur aufbauen. Sie solle einerseits von mehreren Public-Cloud-Anbietern und andererseits von einer Private Cloud in den Rechenzentren des Bundes betrieben werden. Die Verwaltung könne schon jetzt Leistungen beziehen, mit denen die anstehenden Migrationen von Fachanwendungen in die SGC unterstützt werden.