Bund fördert 5 IT-Startups mit über 10 Millionen Franken

29. März 2022, 13:26
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Foto: Jeswin Thomas / Unsplash

Das Geld soll als Übergangsmassnahme für die fehlenden Mittel aus dem Forschungsprojekt Horizon Europe dienen. Insgesamt wurden 58 Millionen Franken an 24 Projekte vergeben.

Das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) hat die Finanzierung von 24 Startups bekanntgegeben, die im kompetitiven Forschungs­wettbewerb Accelerator 2021 durch den Europäischen Innovationsrat (EIC) als förderungswürdig eingestuft wurden. Insgesamt wurden 58 Millionen Franken an verschiedene Jungunternehmen vergeben.
Seit die Schweiz nur noch als nicht assoziiertes Drittland an Horizon Europe beteiligt ist, werden die Gelder statt von der Europäischen Kommission vom SBFI verteilt. Die Direktfinanzierung von Projekten soll den Schweizer Innovationsplatz stärken und dabei helfen, Lösungen für gesellschaftliche Herausforderungen zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Dies zeigte sich bereits in unserer Recherche zu den Auswirkungen der Nicht-Assoziierung auf die Schweizer Universitäten.
Von den 24 Startups auf der Liste des SBFI gibt es 5 mit einem näheren Bezug zur Informatik. Unter anderem wird das Unternehmen Scrona mit 2,7 Millionen Franken gefördert. Das Startup hat eine NanoDrip-Druck­tech­nologie für die Fertigung von Halbleitern im industriellen Massstab entwickelt. Die Technologie soll künftig dabei helfen die nächste Generation von High-End-Geräten zu bauen.
Mit etwas mehr als 2 Millionen Franken wird das Projekt Perovskite-QDD der Firma Avantama unterstützt. Diese hat eine kosteneffiziente Material­technologie für Quantenpunkte in QLED-Bildschirmen entwickelt. Weiter wurde über eine halbe Million Franken für eine Software für energiebewusstes autonomes Fahren von Embotech und je 2,7 Millionen Franken für die Projekte Inferreo und Proteusq gesprochen. Bei Ersterem handelt es sich um integrierte ferroelektrische elektro-optische Chips und bei letzterem um nanometrische Quantenmetrologie, die die Zukunft der Datenverarbeitung ermöglichen soll.

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