Der Wirtschaftsregion Basel und Jura fehlt es an IT-Power

8. Juli 2020 um 13:56
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Ein Bericht bietet eine Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Region. Das Fehlen eines IT-Clusters wird als Risiko bewertet.

In einem ersten gemeinsamen Wirtschaftsbericht attestieren sich die beiden Basel und der Kanton Jura ein überdurchschnittliches Wohlstandsniveau und eine hohe wirtschaftliche Dynamik. Die Beschäftigungsentwicklung wird aber im gesamtschweizerischen Vergleich als schwach bewertet. 
Ziel des Berichts sei eine unabhängige Analyse der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der drei Kantone im Schweizer und im internationalen Vergleich. Er solle einerseits als aktuelle Informationsquelle für die verschiedenen Ansprechgruppen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung dienen und andererseits als Grundlage der regionalen und kantonalen Wirtschaftspolitik, heisst es im Bericht. 
Wenig überraschend wird der Life-Sciences-Cluster mit der Schlüsselbranche Pharma als Wachstumstreiber bezeichnet. Grosse Stärken der Region seien überdies das hohe Innovationspotenzial und die Innovationsfähigkeit, so ein Fazit.

Fehlende IT als Risiko 

Als ein "gewisses Risiko" wird auf der anderen Seite das Fehlen eines gut ausgebauten IT-Clusters genannt. Aufgrund des eher schwach entwickelten Clusters würde die Nachfrage nach Spezialisten das Angebot übersteigen.
Es seien keine besonderen Strukturen eines IT-Ökosystems in der Region vorhanden und auch die IT-Fakultäten an den Hochschulen hätten Entwicklungspotenzial, wird im Bericht ausgeführt. Insbesondere den KMU sollte ein besserer Zugang zu Wissen, Forschung und Entwicklung ermöglicht werden.  
Positiv hingegen sei das Startup-freundliche Umfeld mit Technologie- und Industrieparks zu bewerten. Als konkretes Beispiel wird der "Switzerland Innovation Park Basel Area" genannt, der ein attraktives Umfeld für Unternehmerinnen und Unternehmer, Forschende und Innovatoren mit Forschung- und Entwicklungs-Partnern, Dienstleistern und Investoren schaffe.
Als negativer Sachverhalt werden weiter die hohen Standortkosten genannt. Insbesondere die urbanen Gebiete von Basel-Stadt und Basel-Landschaft entwickelten sich zu einem teuren "Premiumstandort", heisst es im Bericht. Das führe zu Verschiebungen in der Branchenstruktur, wovon unter anderem der Beschäftigungsrückgang in der Schlüsselbranche Logistik zeuge.

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