Per 1. September hat die deutsche ]init[-Gruppe 100% der Ironforge Consulting AG mit Sitz in Muri bei Bern übernommen. Ironforge werde ab sofort als Tochterfirma weitergeführt, teilen die beiden Unternehmen mit. Ironforge wurde 2009 gegründet und beschäftigt rund 35 Mitarbeitende.
Das Portfolio der Berner Firma beinhaltet nebst einem Grossteil der Schweizer Bundesämter – unter anderem die Schweizer Bundeskanzlei und das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten – auch verwaltungsnahe Unternehmen. Kürzlich erhielt Ironforge etwa
bei einer Grossausschreibung des Amts für Informatik und Organisation des Kantons Bern (KAIO) den Zuschlag für externe Business Analysten.
]init[ – nicht zu verwechseln mit der ebenfalls in Deutschland ansässigen Init, einem Anbieter für IT-Lösungen im öffentlichen Nahverkehr – sei einer "der führenden Full-Service-Dienstleister für Digitalprojekte in Deutschland", so die Mitteilung, der in mehreren deutschen Grossstädten über 800 Mitarbeitende beschäftigt. Die Gruppe sei wie die neue Schweizer Tochterfirma stark für die öffentliche Hand tätig und betreue über 500 Kunden, unter anderen das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung sowie zahlreiche Bundes- und Landesministerien.
"Wir wollen unsere Leistungstiefe und -breite wesentlich erweitern, um unsere Kundinnen und Kunden noch besser bei IT-Projekten und Digitalisierungsvorhaben zu unterstützen", lässt sich Gianni Lepore, Geschäftsführer von Ironforge, zitieren. Damit wolle man ein zentraler Treiber der nutzerzentrierten Digitalisierung für die Schweizer Verwaltung werden. Durch die Zusammenarbeit mit dem deutschen Projektdienstleister würden ein Wissensaustausch sowie fachliche Synergien entstehen.
Das bisherige Management-Team von Ironforge rund um die Geschäftsleiter Roberto Santovito (COO) und Gianni Lepore (CEO) bleibt laut Mitteilung bestehen. Beide würden auch Anteile an der ]init[-Gruppe halten. Deren CEO Harald Felling werde im Gegenzug den Ironforge-Verwaltungsrat verstärken. Beide Parteien hätten sich darauf geeinigt, keine finanziellen Einzelheiten zur Transaktion offenzulegen.