Die Post kauft auch im Bereich Cybersecurity zu

6. Juli 2022 um 13:04
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Foto: Die Post

Der gelbe Riese übernimmt Hacknowledge. Die Westschweizer Firma soll weiterhin unabhängig operieren.

Per 5. Juli übernimmt die Schweizerische Post die Aktienmehrheit an Hacknowledge, teilt der Konzern mit. Man wolle die IT-Kompetenzen ausbauen und "in grossem Mass in die Sicherheit und Vertraulichkeit von Informationen und Daten" investieren, so die Mitteilung. Über den Kaufpreis für die Übernahme der Aktienmehrheit haben die beiden Parteien Stillschweigen vereinbart.
Hacknowledge wurde 2016 in Morges (VD) gegründet und verfügt über eine Niederlassung in Luxemburg. Die Firma ist auf Monitoring, Incident Response, Pentesting, Threat Intelligence und weitere Cybersecurity-Services spezialisiert. In der Schweiz zählen laut Firmenwebsite unter anderem Abraxas und T2i zu den Partnern.
Mit der Übernahme sichere sich die Post "das notwendige Know-how, um allfällige Sicherheitsrisiken bei ihren eigenen digitalen Dienstleistungen sowie bei Partnern und der Kundschaft zu minimieren", heisst es in der Mitteilung. Man wolle "gezielte Cyberbedrohungen" erkennen und darauf reagieren können. Kunden von Hacknowledge würden von einem professionellen SOC profitieren, ohne grösseren Aufwand für die Infrastruktur und die damit verbundenen Kosten.
Hacknowledge mit seinen 46 Mitarbeitenden werde auch nach der Übernahme als eigenständige Tochtergesellschaft auftreten, schreibt die Post. Die Mitarbeitenden seien über die neuen Besitzverhältnisse informiert worden. Auf Anfrage von 'inside-it.ch' erklärt die Medienstelle der Post, auch Hacknowledge-Gründer und CEO Paul Such bleibe in seiner Position. "Das Unternehmen soll weiterhin auf seine Stärken bauen und so stabil in die Zukunft geführt werden."
Übernahmen der Post – zum Beispiel diejenige von Klara – sorgten zuletzt für Diskussionen und beschäftigen auch die Politik in Bern sowie die Weko. Mit dem Zukauf von Hacknowledge stösst der Konzern nun auch weiter in den Bereich Cybersecurity vor, was nicht zuletzt bei den laufenden E-Voting-Versuchen ein Thema bleiben könnte.

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