Die Stadt Bern führt Microsoft 365 ein

6. Juli 2023 um 13:03
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Foto: Alin Andersen / Unsplash

Nach Zürich, Schaffhausen und St. Gallen setzt auch die Stadt Bern für ihre Bürosoftware und Telefonie auf die Cloud-Lösung von Microsoft.

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat die Einführung von Microsoft 365 beschlossen. Laut einer Mitteilung werden alle Daten der Bürokommunikation künftig verschlüsselt in der Cloud abgelegt. Mit der Einführung soll die interne und externe Zusammenarbeit vereinfacht werden, gleichzeitig werde die Telefonie in der Verwaltung harmonisiert. Mit der Einführung soll im August 2023 begonnen werden.
Die Weichen für die Nutzung von MS 365 hat die Stadt bereits 2019 gestellt. Für das Projekt Microsoft 365 hat die Regierung einen Investitionskredit von 885'000 Franken gesprochen.

Besonders schützenswerte Daten bleiben On-Premises

Nicht in die Microsoft-Cloud sollen gemäss der Stadt besonders schützenswerte Personendaten sowie Geschäftsfalldaten. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Daten aus den Bereichen Sozialhilfe, Kindes- und Erwachsenenschutz sowie um Daten der Steuerbehörden, des Gesundheitsdienstes sowie des Polizeiinspektorats. Diese Daten werde die Stadt weiterhin in den eigenen RZs speichern, wie es in der Mitteilung heisst. Damit folge man den Empfehlungen der städtischen Fach- und Aufsichtsstelle Datenschutz (FADS).
Mit dieser hybriden Lösung für die Bürosoftware, inklusive Messenger und Telefonie, erhofft sich die Stadt "grösstmögliche, heute technisch umsetzbare Sicherheit bei minimaler Nutzereinschränkung". Verschlüsselt würden die Daten mittels systematischer Datenklassifizierung, schreibt die Stadt, und zwar sowohl während der Übertragung wie auch bei der Aufbewahrung. Vertrauliche oder geheime Daten sollen mehrfach und mit verschiedenen Faktoren verschlüsselt werden.
Viele Verwaltungen gehen den gleichen Weg wie die Stadt Bern. Beispielsweise nutzen auch Zürich, St. Gallen, Schaffhausen, Luzern, Basel sowie die Kantone Schaffhausen, Zürich und Uri Cloud-Lösungen für die Bürokommunikation. Die Entscheidung in der Stadt Bern für die Microsoft-Cloud-Lösung sei nach einer Risikobeurteilung gefällt worden. Der Gemeinderat sei überzeugt, so die Mitteilung, dass die verbleibenden Restrisiken für den Datenschutz und die Datensicherheit gemessen am Nutzen vertretbar seien.
Dennoch gab es in anderen Städten und Kantonen durchaus Kritik am Entscheid, in die Microsoft-Cloud zu migrieren. So hat sich unter anderem die Konferenz der schweizerischen Datenschutzbeauftragten durchaus kritisch zum Entscheid in Zürich geäussert.

Umbenennung in der Stadtberner-IT

Der Gemeinderat teilt ausserdem mit, dass er mit einer Teilrevision die Reorganisation sowie Umbenennung der städtischen IT beschlossen hat. Diese heisst neu "Informatik Stadt Bern" (IBE) und umfasst 6 Bereiche: Kundensupport, Technische Services, Business Services, Business Service SAP, Kundenberatung und Projektmanagement sowie Governance und Compliance.
Mit der Reorganisation rücke die verwaltungsinterne Kundschaft ins Zentrum. Die Stadt orientiere sich mit der neuen Struktur an bewährten Ansätzen vergleichbarer IT-Organisationen, schreibt der Gemeinderat.

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