Engpass in Schweizer Microsoft-Rechenzentren

18. November 2024 um 14:40
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Foto: Microsoft Schweiz

Einige Kunden berichten von Schwierigkeiten beim Buchen zusätzlicher Ressourcen. Der Grund ist die hohe Nachfrage, sagt der Betreiber.

Seit fünf Jahren betreibt Microsoft eigene Rechenzentren in den Regionen Genf und Zürich. Seitdem sei die Zahl der Schweizer Kunden von anfänglich 30 Early Adopter auf mittlerweile über 50'000 gestiegen, hatte Microsoft Ende August mitgeteilt. Nun gibt es offenbar Engpässe.
Einige Kunden beklagen sich über Schwierigkeiten bei der Bereitstellung neuer Ressourcen im Rechenzentrum Switzerland North (Region Zürich). Trotz vorhandener Kontingente für mehr Rechenleistung und laufender Verträge könnten keine neuen virtuellen Maschinen aufgesetzt werden, schreiben Unternehmensvertreter, die inside-it.ch um Anonymität gebeten haben. Bei ihnen lägen seit Wochen diverse Projekte auf Eis.
Von Microsoft erhielten die Kunden nur Standard-Antworten. "Vielen Dank, dass Sie ein zusätzliches Kontingent für die Schweiz Nord beantragen. Leider können wir aufgrund der hohen Nachfrage nach virtuellen Maschinen in dieser Region Ihre Kontingentanfrage derzeit nicht genehmigen", heisst es dort zum Beispiel. Jedoch wird betont: "Wir investieren kontinuierlich in zusätzliche Infrastruktur, um unsere verfügbaren Ressourcen zu erweitern. Wir entschuldigen uns für die Verzögerung bei der Erhöhung des Kontingents für Ihr Azure-Abonnement. Wir danken Ihnen für Ihre Geduld, bis wir uns wieder melden."

Vom Kunden-Zuspruch überrannt

Auf Anfrage von inside-it.ch äussert sich Microsoft Schweiz mit ähnlichen Worten: "Wir verzeichnen derzeit ein starkes Wachstum bei unseren Azure Cloud Services weltweit. Dabei ist die Rechenzentrumsregion Switzerland North vorübergehend für bestehende Kunden reserviert", erklärt ein Microsoft-Sprecher.
Für den Rechenzentrumsbetreiber habe die Verfügbarkeit von Kapazitäten für die Kunden höchste Priorität. "Wir arbeiten daran, unseren Ressourcen-Bereitstellungsprozess zu verbessern und eine Erweiterung zu beschleunigen", doppelt der Sprecher nach. Ferner beobachte Microsoft die Situation kontinuierlich und arbeite eng mit seinen Kunden zusammen.

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