Die grosse Zürcher Softwareschmiede Ergon Informatik hat einen neuen Mehrheitsaktionär. Wie das Unternehmen mitteilt, handelt es sich um das Münchner Private-Equity-Unternehmen Afinum. Gerüchte über neue Mehrheitsverhältnisse bei Ergon kursierten bereits im vergangenen November, Ergon wollte sie aber damals gegenüber inside-it.ch noch nicht bestätigen.
Afinum hat, wie erst gestern bekannt wurde, kürzlich den Schweizer Messaging-Dienst Threema, bei dem die Private-Equity-Firma 2020 eingestiegen war,
an das ebenfalls deutsche Investmentunternehmen Comitis Capital verkauft. Laut der Mitteilung von Ergon ist Afinum bereits seit 20 Jahren auf dem Schweizer Markt aktiv. Der Fokus liege dabei auf Partnerschaften mit erfolgreichen Unternehmen im KMU-Bereich, wobei Software- und IT-Services einen der Kernbereiche darstellen würden.
Trotz der Änderung der Mehrheitsverhältnisse verspricht Ergon, dass man das Geschäft mit dem bestehenden Team und Angebot weiterführen wolle. Der neue Mehrheitsaktionär bringe aber zusätzliche Erfahrung ein, um Wachstum, Innovation und die Weiterentwicklung des Portfolios zu unterstützen.
"Mit Afinum stellen wir die langfristige Kontinuität von Ergon sicher. Ich freue mich sehr, unsere Zukunft auf dieser Basis weiterzuentwickeln und unsere Kundinnen und Kunden mit dem gleichen Team und in vertrauter Partnerschaft zu begleiten", kommentiert Gabriela Keller, die Chefin von Ergon Informatik.
Theodor Graf, Gründer und Verwaltungsratspräsident von Ergon, fügt an: "Für mich als Mitgründer ist Ergon weit mehr als ein Unternehmen. Umso wichtiger war es, unser Lebenswerk in passende Hände zu übergeben. Mit Afinum haben wir einen Partner gefunden, dem wir Ergon mit gutem Gefühl anvertrauen. Diese Lösung überzeugt mich strategisch wie persönlich."