Der Hype um den Einsatz von KI in Geschäftsprozessen spiegelt sich in den Löhnen für Fachkräfte in der Schweiz nicht wider. Als BI-Spezialistin, Data Analyst und KI-Ingenieurin lässt sich in der hiesigen Wirtschaft zwar gut verdienen. Aber nicht signifikant mehr als in anderen Bereichen der Informations- und Kommunikationstechnologie. Das sind Ergebnisse der aktuellen Lohn-Umfrage des Personalberaters Michael Page.
Die Lohnsituation im KI-Bereich hat sich im
Vergleich mit dem Vorjahr ausserdem nicht bedeutend verändert. Schon damals zählten beispielsweise Data Analysten zu den Profilen mit dem tiefsten Salär im IT-Bereich. Nur am Helpdesk und im Support sind die mittleren Löhne noch geringer, wobei hier immer noch von Summen zwischen 80'000 und 100'000 Franken Jahresgehalt die Rede ist. Die Jahressaläre von Security-Spezialisten rangieren zwischen 100'000 und 150'000 Franken, mit ERP-Know-how lässt sich zwischen 135'000 und 150'000 Franken verdienen.
Die Softwareentwicklerinnen und -entwickler, denen KI angeblich bald den Job streitig macht, können mit 105'000 bis 130'000 Franken pro Jahr rechnen. Die Einstiegsgehälter beginnen bei 80'000 Franken, heisst es in der Studie. Die Jahressaläre von Architektinnen und erfahrenen Programmierern variierten dagegen zwischen 120'000 und 180'000 Franken. Sie bewegen sich in den Gehaltsregionen des IT-Managements, wobei CIOs ein Jahresgehalt von bis zu 350'000 Franken beziehen. Das ist etwa die Hälfte des jüngst
kolportierten Lohns eines KI-Spezialisten bei Anthropic in Zürich.
Die gefragtesten Jobprofile
Am Rande der Salärstudie gibt der Personalberater auch noch einen Einblick in seine Auftragsbücher. Demnach zählen System Engineers, IT-Architektinnen, Software Engineers, Projektmanager und Business Analysten sowie nicht zuletzt Security Engineers zu den gesuchtesten Profilen in der Schweiz. Auch hier bemerkenswert: kein KI-Job auf der Liste.
Michael Page konstatiert in einer Mitteilung zu den Schweizer IT-Löhnen, dass der IT-Personalmarkt trotz eines Nachfragerückgangs im Vergleich zum Vorjahr dynamisch bleibt. Der Treiber sei weiter die fortschreitende digitale Transformation der Unternehmen. Dabei seien jedoch Generalisten weniger, Spezialisten hingegen stark gefragt. Ferner würden die Arbeitgebenden hybride Bewerberinnen- und Bewerberprofile bevorzugen, die technisches Fachwissen mit zwischenmenschlichen Kompetenzen verbinden.