Hacker klauen 22,8 Millionen Dollar von Lykke

24. Juni 2024 um 10:39
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Illustration: Erstellt durch inside-it.ch mit Midjourney

Beim Cyberangriff auf die Schweizer Krypto-Börse wurden Assets im Wert von mehreren Millionen Franken gestohlen. Das Unternehmen gibt bekannt, was genau abhandengekommen ist.

Anfang Juni hatte die Krypto-Handels­plattform Lykke einen Cyberangriff zu beklagen. Als Folge konnten Cyberkriminelle auf Konten bei zwei externen Liquiditäts­anbietern zugreifen und "fast alle Gelder" von dort in Krypto-Wallets von Lykke verschieben. Diese wurden anschliessend ebenfalls gehackt und die Guthaben darauf abgezogen, wie das Unternehmen in einem Report schreibt.
Darin wird auch aufgelistet, welche Vermögenswerte beim Cyberangriff abhandengekommen sind. Unter der Beute befanden sich demnach 158,34 Bitcoins im Wert von rund 11,3 Millionen Dollar, 10,5 Millionen Stück des Stablecoins Dai (10,5 Millionen Dollar), 64 Ethereum (246'000 Dollar), 2643 Litecoins (225'000 Dollar) sowie Bitcoin Cash im Wert von fast einer halben Million Dollar. Somit hat das Unternehmen insgesamt 22,8 Millionen Dollar in Krypto-Assets verloren.
Nach dem Angriff wurde die Krypto-Verwahrungslösung abgeschaltet, um alle Transfers zu blockieren. In der Folge wurden auch andere Systeme, die als betroffen identifiziert wurden, vom Netz genommen, was zu einem vollständigen Betriebsstopp führte. Bis am Montag, 24. Juni 2024, war die Krypto-Börse immer noch nicht verfügbar.
Gemäss dem Unternehmen wurde eine interne Untersuchung eingeleitet und eine Strafanzeige eingereicht. Zudem wurde eine externe Firma mit der Wiederbeschaffung der abgehobenen Gelder beauftragt. "In der Folge wurden Adressen mit diesen Geldern als betrügerisch gekennzeichnet und die wichtigsten Börsen informiert", schreibt das Unternehmen. Der Betrieb von Lykke bleibt aber weiterhin geschlossen, "um die Ermittlungen zu erleichtern und die Sicherheit zu gewährleisten", wie es weiter heisst.
Dabei verspricht das Unternehmen auch weiterhin, dass die Finanzierung gesichert sei, um den weiteren Betrieb zu gewährleisten. Zudem versicherte Lykke, dass an der Nachverfolgung und Wiedereinziehung der abgezogenen Mittel gearbeitet werde.

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