Kantonsspital Baden erklärt Behandlungen mit KI-Avataren

3. Juni 2026 um 14:11
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Im KSB-Videostudio wird ein Avatar von KSB-CEO Pascal Cotrotzo erstellt. Foto: zVg

Das Spital nutzt künftig digitale Avatare, um Patientinnen und Patienten medizinische Inhalte verständlicher zu vermitteln und das Personal zu entlasten.

Im Kantonsspital Baden (KSB) übernehmen bald KI-gestützte Avatare in Videos die Kommunikation mit Patientinnen und Patienten. Das helfe ihnen, Behandlungen besser zu verstehen und entlaste das Personal, teilt das Spital mit. Es sei eines der ersten Spitäler der Schweiz mit diesem Schritt.
In den KI-gestützten Videos sollen nebst Avataren auch grafische Elemente vorkommen. So entstünden "leicht verständliche Inhalte", die medizinisches Wissen anschaulich vermitteln und den Zugang zu wichtigen Informationen erleichtern würden, so das KSB.
Am Spital in Baden sei der Bedarf an Dolmetscherleistungen – besonders in Ukrainisch, Türkisch, Russisch, Portugiesisch und Italienisch – gross. Auch hier würden die Avatar-Videos ansetzen, da sie leicht in verschiedene Sprachen übersetzt werden könnten. Das Kantonsspital arbeite für die Videos mit Synthesia zusammen, einem in London ansässigen KI-Unternehmen, das in Zürich kürzlich ein Büro eröffnet hat.
Gerade im Gesundheitswesen seien Informationen oft komplex und für Patientinnen und Patienten nicht immer einfach verständlich, erklärt das Spital die Gründe für das Einführen der Videos. Gleichzeitig bestünden rund 80% der Inhalte im Internet aus textbasierten Dokumenten, obwohl laut Umfragen 94% der Nutzenden Videoformate bevorzugen würden. Die Avatare realer Personen würden jedoch nur mit deren Zustimmung erstellt, betont das KSB in der Mitteilung. Es dürfe keine Täuschung entstehen.

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