KI bringt der Schweiz bis zu 15 Milliarden Franken pro Jahr

20. Januar 2026 um 15:43
image
Illustration: Slashio Photography / Unsplash+

Der gezielte Einsatz von KI in Forschung und Entwicklung könnte laut einer Studie die Innovationskraft der Schweiz massiv stärken.

Künstliche Intelligenz hat das Potenzial, die Innovationskraft der Schweiz deutlich zu beschleunigen und einen substanziellen Beitrag zum Wirtschaftswachstum zu leisten. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie der Implement Consulting Group im Auftrag von Google und Digitalswitzerland.
Demnach könnte generative KI das Schweizer Bruttoinlandprodukt in den kommenden zehn Jahren um bis zu 11% erhöhen. Das entspricht einem zusätzlichen jährlichen Wertschöpfungspotenzial von rund 80 bis 85 Milliarden Franken, so die am World Economic Forum in Davos vorgestellte Studie.
"Die Studie zeigt, dass KI die Forschungs- & Entwicklungsprozesse in der Schweiz signifikant vorantreiben und dadurch bis 2034 zusätzlich rund 15 Milliarden Franken pro Jahr zur Schweizer Wirtschaftsleistung beitragen kann", erläutert Christine Antlanger-Winter, Country Director Google Switzerland. Die positiven Effekte auf die Gesellschaft könnten den unternehmerischen Gewinn um das Siebenfache übersteigen.

Chancen in Forschung, Produktion und Kommerzialisierung

KI könne nicht nur als Effizienzwerkzeug verstanden werden, sondern als neue Art des Erfindens, die Forschung und Entwicklung grundlegend verändert. Demnach könnten Innovationsprozesse durch den Einsatz von KI in Forschung und Entwicklung um 10 bis 20% effizienter werden.
Neben der Integration von Künstlicher Intelligenz in der Forschung nennt die Studie zwei weitere Handlungsfelder: Zum einen bestünden in der Produktion von KI erhebliche Chancen. Gemäss Studie bietet ein Ausbau der Produktion wirtschaftliche Vorteile, da Europa insbesondere bei KI-Anwendungen und -Dienstleistungen einen vergleichsweise starken Standortvorteil besitzt. Zum anderen kommt der kommerziellen Nutzung von KI eine zentrale Rolle zu. Innovative digitale Unternehmen seien entscheidend, um das KI-Potenzial erfolgreich zu vermarkten und transformative Technologien in wichtigen Wirtschaftszweigen zu verbreiten.
(Mit Material von Keystone-SDA)


Loading

Mehr zum Thema

image

DSAG fordert Roadmaps statt KI-Visionen

Die Deutschsprachige SAP-Anwendergruppe fordert vom Softwarehersteller SAP speziell im Hinblick auf KI-Anwendungen belastbare Roadmaps statt Visionen.

publiziert am 6.10.2026
image

KI ersetzt Menschen im Schweizer Kundendienst nicht

Nur jedes dritte Schweizer Unternehmen setzt heute KI im Kundendienst ein, mehrheitlich zur Unterstützung der Mitarbeitenden.

publiziert am 6.10.2026
image

Zürcher Namespace erhält 42 Millionen

Die Softwarefirma will mit dem eingeworbenen Kapital die Produktentwicklung vorantreiben und seine Rechenzentrumsstandorte ausbauen.

publiziert am 6.10.2026
image

Chefetage nutzt KI häufiger als Fachkräfte

Fast alle Führungskräfte nutzen KI mehrmals täglich – bei den Fachkräften sind es lediglich 30%. Es gibt eine deutliche KI-Lücke zwischen den Führungsebenen.

publiziert am 5.10.2026