KI-Startup von Jeff Bezos plant Büros in Zürich

20. Februar 2026 um 11:26
image
Illustration: Erstellt durch inside-it mit Le Chat.

Project Prometheus hält sich öffentlich bedeckt. Auf sozialen Medien rekrutiert das Team jedoch bereits für Stellen in Zürich.

Das KI-Startup Project Prometheus eröffnet demnächst eine Niederlassung in Zürich. Darauf deuten eine Reihe von Posts auf den Plattformen X und Linkedin, schreibt der 'Tages-Anzeiger'.
Von Project Prometheus gibt es weder offizielle Informationen noch eine Webseite. Bekannt ist aber, dass das Unternehmen ein Startkapital von 6,2 Milliarden Dollar besitzt. Einen Teil davon hat Jeff Bezos selbst finanziert, wie die 'NZZ' letztes Jahr berichtete. Bezos ist Co-Geschäftsführer mit dem Physiker Vik Bajaj, der zuvor bei Google, Verily, dem Health-Tech-Ableger von Alphabet, arbeitete und verschiedene Unternehmen gründete.
Die neue Firma soll sich auf die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz und Technologien spezialisieren, die in der industriellen Branche zum Einsatz kommen, beispielsweise in der Hardware-Produktion, Chip- und Autobranche sowie in der Luft- und Raumfahrt. Möglicherweise entwickele Project Prometheus Technologien für Blue Origin, die SpaceX- Variante von Bezos, die Flüge in den Weltraum anbietet.
Dem 'Tages-Anzeiger' (Paywall) zufolge geben erste Mitarbeitende des Startups auf Linkedin an, in Zürich zu arbeiten. Dabei handelt es sich um ehemalige Angestellte von Google und Sony. Einer von ihnen sei Nal Kalchbrenner, der dieses Jahr auf einem Panel im AI House Davos am Weltwirtschaftsforum auftrat. Project Prometheus folgt damit dem Trend bei Unternehmen, die schlausten Köpfe für KI abzuwerben, wie auch hierzulande das Beispiel der Zurich Versicherung zeigt.

Loading

Kommentare

Anmeldung wird geprüft …

Mehr zum Thema

image

Schweiz vorn – aber KI braucht Erklärung

Schweizer Wissensarbeiter haben die gesündeste Beziehung zur Arbeit unter den entwickelten Märkten. Sie nutzen KI so selbstverständlich wie nie – wissen aber oft nicht, was das für ihre Rolle bedeutet. Was daraus für CIOs und IT-Teams folgt.

image

SAP macht KI-Agenten fit für Geschäftsprozesse – und das Weltall

An der Teched kündigt SAP neue Agentenfunktionen an und plant, sein tabellarisches KI-Modell auf der Internationalen Raumstation einzusetzen.

publiziert am 27.10.2026
image

Microsoft bietet 60'000 Mitarbeitenden eine Abfindung an

Über einem Viertel der Belegschaft wird vorgeschlagen, den Konzern freiwillig zu verlassen.

publiziert am 27.10.2026
image

Bei Enterprise-KI entscheidet nicht Modell, sondern Kontext

Für Unternehmen wird entscheidender, auf welche Daten und Systeme KI-Agenten zugreifen können – und wie sich ihre Aktionen kontrollieren lassen.

publiziert am 26.10.2026