Der einst weltgrösste Halbleiterhersteller Intel plant Massenentlassungen in seinen US-Fabriken. Wie diverse Medien unter Berufung auf Pflichtmeldungen des Unternehmens an die lokalen Behörden berichten, ist der Standort Hillsboro im US-Bundesstaat Oregon am stärksten von den Stellenstreichungen betroffen.
Das behördliche Oregon Rapid Response Activity Tracking System führt 2392 Angestellte auf, die von Intel zum 15. Juli 2025 den "Pink Slip" bekommen haben. Den Jobprofilen zufolge sind hauptsächlich Ingenieure und Techniker betroffen. Die Fabrik in Chandler, Arizona, baut den Angaben zufolge 696 Stellen ab, im kalifornischen Santa Clara müssen 584 Angestellte ihren Hut nehmen und im texanischen Austin weitere 110 Beschäftigte. Das Unternehmen kündigte an, dass es sowohl in den Vereinigten Staaten als auch weltweit zu weiteren Entlassungen kommen werde.
Intel-Konzernchef Lip-Bu Tan hatte im April "
schmerzhafte Entscheidungen" angekündigt und damit auch den jetzigen Stellenabbau angedeutet. Das Unternehmen müsse Kosten senken und bürokratische Hürden entfernen, so der CEO damals.
"Kein führender Chiphersteller"
Den jetzt entlassenen Mitarbeitenden gestand Tan in einer firmeninternen Nachricht ein, dass er Intel nicht mehr als führenden Chiphersteller sieht. Der Zeitung '
The Oregonian' sagte er: "Vor 20, 30 Jahren waren wir der Marktführer. Jetzt hat sich die Welt verändert: Wir sind nicht mehr in den Top Ten der Chiphersteller."
Mit Blick auf den Branchenprimus Nvidia konstatierte der CEO: "Was das KI-Training betrifft, ist es zu spät für uns." Nvidias Marktposition sei "zu stark". Beim PC-Geschäft sei Intel besser dran, müsse aber "bescheiden sein", so Tan.