Die Schweizer Medienallianz Onelog will künftig kein Login-System für Leserinnen und Leser mehr sein. Wie unter anderem das Medienhaus Ringier mitteilt, soll der Dienst zu einem gemeinsamen Werbe-Ökosystem von CH Media, NZZ, Ringier und TX Group umgebaut werden.
Die Partner würden zwar ihr Bekenntnis zur Zusammenarbeit bekräftigen, wollten aber das Anliegen der Leserinnen und Leser nach mehr Datenschutz und Transparenz ernst nehmen. Deshalb konzentrierten sie sich neu auf den datenschutzkonformen, effizienten und einfachen Zugang zu Inhalten der grossen Schweizer Medienhäuser.
Onelog soll jedoch weiter existierten, heisst es. Der Dienst vereint jedoch zukünftig Werkzeuge für Werbetreibende unter einem Dach. Dazu zählen laut Mitteilung eine erst im September lancierte Buchungsplattform für den automatisierten Einkauf von Werbeflächen. Hinzu komme eine Plattform für die Analyse und Verwaltung von Nutzerdaten.
Abschaltung auf Raten
Die heutigen Login-Funktionalitäten bei den teilnehmenden Medienhäusern sollen jedoch bestehen bleiben. "Da die strategische Neuausrichtung im Oktober erfolgt, ist davon auszugehen, dass die operative Umstellung ab Ende 2025 beziehungsweise im Verlauf von 2026 schrittweise umgesetzt wird", erklärt Ringier-Sprecherin Johanna Walser auf Anfrage des Medienmagazins '
persoenlich.com'. In Zwischenzeit würde Onelog weiter funktionieren, doppelt sie nach.
Die Login-Lösung war vor gut einem Jahr in die Schlagzeilen geraten, als die
Infrastruktur in das Visier von Cyberkriminellen geraten war. Daraufhin war die Anmeldung mit Onelog bei den beteiligten Medien während zehn Tagen nicht möglich. Anfang November 2024 ging Onelog dann wieder ans Netz. Die Ursachen des "Cyber-Sabotageakts" blieben jedoch unklar.