Microsoft verschiebt eine Deadline für neue Cloud-Lizenzbedingungen

30. Juni 2022 um 12:50
  • channel
  • Software-Anbieter
  • lizenz
  • microsoft
  • cloud
image
Foto: Markus Winkler / Unsplash

Trotzdem drängt der Softwareriese seine Cloud-Partner weiterhin dazu, Kunden möglichst schnell auf die "New Commerce Experience" umzustellen.

Mit der Einführung der New Commerce Experience (NCE) möchte Microsoft das Zeitalter der permanenten Softwarelizenzen endgültig beenden. Auf Zeit abgeschlossene Abonnements sollen die Regel werden.
Software im Abo zu beziehen, liegt eigentlich auch bei Kunden im Trend. Zudem verspricht Microsoft, durch NCE den Verkauf von Produkten wie Microsoft 365, Dynamics 365, Windows 365 oder die Power-Plattform durch Partner zu rationalisieren. Aus verschiedenen Gründen stösst NCE aber bei vielen Partnern und Kunden auf wenig Gegenliebe. Beispielsweise wird es deutlich teurer, Monatsverträge abzuschliessen, statt Jahresverträge. Kunden verlieren dadurch aber Flexibilität und falls sie nicht zahlen können, müssen die Partner unter Umständen dieses Ausfallrisiko tragen. Das Channel-Beratungsunternehmen Canalys hat deshalb erklärt, dass die NCE Microsoft klar mehr nütze als Partnern und Kunden.
Nun aber hat Microsoft eine kurz bevorstehende, früher angekündigte NCE-Deadline auf unbestimmte Zeit verschoben. Eigentlich wollten die Redmonder ab dem 11. Juli unter dem früheren Cloud-Solutions-Provider-Programm (CSP) abgeschlossene Verträge nicht mehr automatisch verlängern. Nun werden diese automatischen Verlängerungen weiterhin durchgeführt.
Microsoft sagt dazu lediglich, dass dies eine "Business-Entscheidung" gewesen sei, und nennt keine weiteren Gründe.
Der Druck auf Partner, ihre Kunden auf die neuen NCE-Programme zu migrieren, bleibt trotzdem hoch. Schon seit dem 10. März können keine neuen CSP-Abos mehr bestellt werden, und diese Massnahme bleibt. Zudem wird Microsoft seinen Partnern auch wie geplant ab dem 1. Januar keine monatlichen Incentive-Rabatte mehr für noch aktive CSP-Abonnemente ihrer Kunden auszahlen.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Wegen KI: Infoniqa wagt riskanten Sprung

Bisherige Softwarelösungen werden weiterhin unterstützt, sagt Infoniqa-Schweiz-Chef Jörg Holzmann. Er spricht von einer "einmaligen Chance".

publiziert am 8.10.2026
image

Swisscom-Preise für Glasfaser bleiben stabil

Der Preisüberwacher hat sich mit dem Staatskonzern auf eine Verlängerung der geltenden Konditionen geeinigt. Init7, Salt oder Sunrise zahlen weiterhin gleich viel wie bisher.

publiziert am 8.10.2026
image

90% der VMware-Kunden erwägen Wechsel

Steigende Lizenzkosten und weniger Wahlfreiheit bei den Produkten sind Gründe für die langjährigen VMware-Kunden, sich nach Alternativen umzusehen.

publiziert am 7.10.2026
image

SAP übernimmt KI-Firma Techwolf

Der Softwarekonzern will sein HR-Portfolio um die KI-Technologie des belgischen Anbieters erweitern. Techwolf erlaubt Arbeits- und Kompetenzplanung sowie Talentmanagement.

publiziert am 7.10.2026