Das amerikanische Wirtschaftsblatt 'Financial Times' hat eine strategische Partnerschaft mit OpenAI vereinbart. Damit kann ChatGPT auf die Inhalte der Zeitung zugreifen. So soll der Chatbot seine Antworten in Zukunft etwa mit Zusammenfassungen, Zitaten und Links von der 'Financial Times' belegen können. Zudem wollen die beiden Unternehmen bei der Entwicklung neuer KI-Produkte und -Funktionen für Leserinnen und Leser zusammenarbeiten.
Dazu hat die 'Financial Times' eine Enterprise-Lizenz von ChatGPT erworben. So will das Medienhaus gemäss eigener Aussage sicherstellen, dass seine Angestellten mit der Technologie vertraut sind und von mehr Kreativität und Produktivität profitieren können. "Die Vereinbarung erkennt den Wert des Journalismus an und wird uns Einblicke in die Art und Weise geben, wie Inhalte mit KI aufbereitet werden", sagte John Ridding, CEO der Mediengruppe.
Dabei relativierte er gleichzeitig: "Abgesehen von den Vorteilen für die 'Financial Times' gibt es auch weitreichende Auswirkungen für die gesamte Medienbranche." Er sei sich bewusst, dass die KI-Plattformen die Verlage für die Nutzung ihres Materials bezahlen müssen. "Gleichzeitig ist es natürlich im Interesse der Nutzer, dass diese Produkte zuverlässige Quellen enthalten."
Die 'Financial Times' ist längst nicht das erste Medienhaus mit einem solchen Deal. Bereits 2023 hat
'Associated Press' eine ähnliche Vereinbarung abgeschlossen. Im deutschsprachigen Raum hat der
Axel-Springer-Verlag einen entsprechenden Vertrag mit dem KI-Startup unterzeichnet. Auf der Gegenseite findet sich die
'New York Times', die OpenAI in ihren Nutzungsbedingungen verboten hat, Inhalte zu übernehmen.