OpenAI tut, was Anthropic nicht tun will

2. März 2026 um 10:11
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Illustration: Pete Linforth / Pixabay, KI-generiert

OpenAI stellt seine KI-Technologie dem US-Militär zu Verfügung.

Nach dem Streit zwischen dem Pentagon und der KI-Firma Anthropic hat sich Rivale OpenAI eigenen Angaben nach mit dem US-Verteidigungsministerium auf die Verwendung seiner Software beim Militär geeinigt. "Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen", schrieb OpenAI-Chef Sam Altman am 28. Februar auf der Plattform X.
Altman erläuterte weiter, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschliesslich autonomer Waffensysteme. "Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen", behauptet er. Weitere Details des Deals waren zunächst nicht bekannt.

Altman: Gleiche Bedingungen für alle KI-Unternehmen

In seinem Statement auf X rief OpenAI-Chef Altman das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten: "Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte." Man habe den Wunsch nach Deeskalation zum Ausdruck gebracht.
Er erklärte auch, dass OpenAI technische Schutzmassnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die Modelle wie vorgesehen verhielten, was auch dem Wunsch des Ministeriums entspreche.

Streit zwischen Pentagon und Anthropic eskaliert

Auf die beiden Sicherheitsprinzipien hatte auch OpenAI-Konkurrent Anthropic gepocht. Das Unternehmen wollte als Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär ihrem Chef Dario Amodei zufolge durchsetzen, dass die KI der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird.
Am Freitag, 27. Februar, eskalierte der Streit: Hegseth ordnete an, Anthropic als "Supply Chain Risk to National Security", also als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit, einzustufen. Mit sofortiger Wirkung dürften Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen, schrieb Hegseth auf X. Anthropic solle dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem "besseren und patriotischeren" Anbieter zu ermöglichen.
Die Massnahme erfolgte im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.


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