Im November 2022 kaufte Orange Cyberdefense, die Security-Tochtergesellschaft von Orange, die beiden Schweizer
Firmen SCRT und Telsys. Diese firmieren jetzt ab sofort unter dem Namen Orange Cyberdefense Schweiz, wie der französische Konzern mitteilt.
Das erweiterte Unternehmen soll die Expertise von SCRT (mit Schwerpunkten auf Ethical Hacking, Incident Response, Managed Services und Beratung), Telsys (Infrastruktur, Netzwerke, Rechenzentren, Cloud) sowie Orange Cyberdefense (Managed Services und globaler Bedrohungskenntnis) bündeln. Dank der Synergien hätte im ersten Halbjahr 2023 bereits ein Wachstum von fast 20% im Bereich Cybersecurity und ein Umsatz von über 25 Millionen Franken auf dem Schweizer Markt erzielt werden können, so die Mitteilung.
Nicolas Lutz, der Telsys und SCRT vor ihrer Übernahme leitete, übernimmt die Rolle des CEO von Orange Cyberdefense Schweiz. Er erklärte an einer Medienkonferenz, seit Anfang des Jahres seien ergänzend zu den 100 bisherigen rund 30 neue Mitarbeitende eingestellt worden. Bis Ende 2024 wolle man die Zahl von 200 Angestellten erreichen. Auf die Frage nach Konkurrenten in der Schweiz nannte er Navixia, E-Xpert und Acknowledge.
Mit den Standorten Genf, Morges, Bern und Zürich will das Unternehmen vor allem sehr kleine Unternehmen sowie KMU und Verwaltungen als Kunden gewinnen. "Die Schweiz ist der siebtgrösste Markt für Cybersicherheit in Europa und steht für rund 2 Milliarden Franken an Ausgaben für Technologieeinkäufe und Dienstleistungen", erklärte Laurent Celerier, Executive Vice President für Zentraleuropa und internationale Angelegenheiten bei Orange Cyberdefense.
Innerhalb von 4 Jahren kaufte Orange Cyberdefense 4 Unternehmen in Europa auf. Im Jahr 2022 verzeichnete das Unternehmen laut eigenen Angaben einen Umsatzanstieg um 14% auf 937 Millionen Schweizer Franken.
(Mit Material von Keystone-sda)