Gerüchte über einen Verkauf von Green und seinen Rechenzentren gab es schon länger. Dessen Besitzer, die französische Private-Equity-Firma Infravia Capital Partners, sei mit Beratern für einen möglichen Verkauf im Gespräch. Im April berichtete 'Bloomberg', Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds und Private-Equity-Firmen würden Interesse zeigen. Auch Swiss Life wurde
als möglicher Käufer genannt.
Infravia hatte Green 2017 für 214 Millionen Franken
von Altice gekauft. Jetzt soll tatsächlich ein Pensionsfonds der neue Besitzer werden. Der IFM Global Infrastructure Fund (GIF) hat im Juli eine Vereinbarung unterzeichnet, um 100% der Anteile an der Green Group und ihren Tochtergesellschaften indirekt von Infravia zu übernehmen.
IFM verwaltet 153 Milliarden Dollar
IFM befindet sich im Besitz von australischen und britischen Pensionsfonds und verwaltet ein Vermögen von rund 153 Milliarden US-Dollar. IFM Investors, welche den Fund beim Green-Kauf beraten hat, verfügt über weltweite Niederlassungen, um Investitionen in Infrastrukturkapital, börsennotierte Aktien und Private-Equity-Anlagen zu tätigen.
Investiert wird vor allem in den Infrastruktur- und Energiesektor. IFM ist auch am deutschen Netzbetreiber Glasfaserplus beteiligt, ebenso an der Deutschen Telekom, der Manchester Airport Group, der Switch-Sparte von Digitalbridge und dem britischen Unternehmen Arqiva.
"IFM Investors freut sich auf die enge Zusammenarbeit mit dem Management von Green, um die nächste Wachstumsphase zu unterstützen. Greens herausragende Expertise im Rechenzentrumsbetrieb und in der Bereitstellung sowie seine Branchenführerschaft im Bereich Nachhaltigkeit machen das Unternehmen zu einer idealen Ergänzung für IFM GIF", sagte Deepa Bharadwaj, Head of Infrastructure Europe, in einer Mitteilung.
Transaktion noch nicht abgeschlossen
Green-CEO Roger Süess sagte: "Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit IFM Investors das nächste Kapitel der Expansion von Green aufzuschlagen. Ihre ausgewiesene Branchenexpertise, ihr ausgedehntes europäisches Infrastrukturnetzwerk und ihre soliden finanziellen Ressourcen werden entscheidend dazu beitragen, unsere Wachstumsstrategie zu beschleunigen."
Die Transaktion unterliegt den üblichen Vollzugsbedingungen und wird voraussichtlich im Laufe dieses Jahres abgeschlossen. Deshalb könne man darüber hinaus noch keine weiteren Angaben machen, erklärte die Green-Medienstelle auf Anfrage von inside-it.ch.
Zu einem möglichen Verkaufspreis wurde in der Mitteilung nichts erwähnt. Gemäss 'Bloomberg' strebt Infravia eine Bewertung von Green zwischen 2 und 2,5 Milliarden Euro einschliesslich Schulden an.