Post lanciert Testplattform für E-Voting

19. April 2023 um 13:41
image
Foto: Arnaud Jaegers / Unsplash

Der Gelbe Riese hat eine Demoversion des E-Voting-Systems veröffentlicht, das am 18. Juni in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau eingesetzt werden soll.

Im Rahmen eines Medienanlasses hat die Schweizerische Post heute eine Testplattform für ihr E-Voting-System präsentiert. Ab sofort ist es möglich, den Ablauf des E-Voting-Prozesses als Demonstration durchzuspielen. Das neue Wahl­system kommt am 18. Juni bei den Abstimmungen in den Kantonen Basel-Stadt, St. Gallen und Thurgau erstmals zum Einsatz, nachdem der Bund im März entsprechende Versuche wieder zugelassen hatte.
Wer einen fiktiven Urnengang durchführen will, kann sich auf demo.evoting.ch einen digitalen Stimmausweis herunterladen und das Verfahren testen. Im echten E-Voting-System erfolgt der Versand des Stimmrechtsausweis jedoch weiterhin per Post, dieser Schritt ist von Gesetzes wegen so vorgesehen. Das System führt die Testpersonen durch die einzelnen Schritte bis zum Abschluss der versuchsweisen Stimmabgabe.
Erklärvideo zur Testplattform.
Das neue System wird seit 2019 aufgebaut. Neben zahlreichen Tests durch Fachpersonen, unabhängige Experten des Bundes und Bug-Bounty-Programme habe man zusätzlich auch Kompetenzen im Bereich der Kryptographie aufgebaut, heisst es von der Post. Auch künftig soll das System weiterentwickelt werden, damit das Unternehmen auf die neusten Cyber-Bedrohungen reagieren kann.
Erst kürzlich haben wir uns bei Inside-it.ch vertieft mit dem Thema digitale Stimmabgabe auseinandergesetzt. Wir haben aufgerollt, was bisher geschah. Und zeigen auf, wer will und wer nicht. Dazu haben wir Stimmen von diversen digitalaffinen Nationalrätinnen und -räten sowie relevanten Experten eingeholt. Darunter Andrew Appel, Professor für Informatik an der Princeton University, Fabrizio Gilardi, Professor für Politikanalyse an der Universität Zürich und Security Engineer Christian Folini.

Loading

Mehr zum Thema

imageAbo

Zürich braucht mehr Geld für Digitalen Arbeitsplatz

Der Kanton muss bereits erste Computer-Hardware aus seiner ursprünglichen Beschaffung im Jahr 2020 ersetzen. Dafür erhält Abraxas nochmals freihändig 11 Millionen Franken.

publiziert am 15.6.2026
imageAbo

Swissmedic erreicht Digitalisierungsziele nicht

Das Programm "Transformation Swissmedic Plattformen" zur Ablösung von Altsystemen ist beendet, aber noch nicht abgeschlossen. Denn noch immer sind Legacy-Systeme in Betrieb.

publiziert am 15.6.2026
image

Uetendorf lagert Informatik nach Thun aus

Die Gemeinde verzichtet auf die Erneuerung ihrer IT-Infrastruktur. Die Stimmbevölkerung befürwortet die Auslagerung der Systeme an die Stadtverwaltung Thun.

publiziert am 15.6.2026
imageAbo

Schweizerisches Nationalmuseum gibt Einblick in Digitalprojekte

Das Nationalmuseum hat einen neuen Leiter für Digitale Transformation ernannt. Die Institution erläutert den Stand ihrer Digitalisierung.

publiziert am 12.6.2026