Alle HPE-Storage gibt's künftig im Cloud-Betriebsmodell

5. Mai 2021, 13:47
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Plattform-, Infrastruktur- und Daten-Services: HPE lancierte vor Kunden neue Angebote und kündigte das Aus eines Speichers an.

95% der Workloads seien nach wie vor On-Premises, insbesondere komplexe Workloads, erklärten die Schweizer HPE-Verantwortlichen des Storage-Geschäftsbereichs ihren Partnern und Kunden.
Aber Private Cloud und Colocation sind ebensolche Realitäten wie On-Premises. Ausserdem wird propagiert, es seien rasant steigende Datenmengen zu bewältigen und gewinnbringend zu nutzen, beziehungsweise müssten HPE-Kunden nun "die Macht der Daten entfesseln". Dies erklärte Adrian Mebold, Schweizer Country Manager Hybrid IT Sales & Presales von HPE, sehr ausführlich.
Und HPE will in der Cloud- und Daten-Ära relevant und erfolgreich bleiben und weitet seine As-a-Service-Angebote, also die HPE Greenlake Cloud Services, entsprechend aus.
Gleich 3 Ankündigungen hatten die Storage-Verantwortlichen für die rund 280 Teilnehmenden in petto. Man lanciere die erste Version einer umfassenden Architektur von der Plattform, über Infrastruktur- bis hin zu Daten-Services.
Zum ersten handelt es sich um eine "Data Services Cloud Console", um Daten einheitlich zu managen via Cloud-Betriebsmodell. Die Plattform basiere auf Aruba Central, wurde gesagt. Und "einheitlich managen" bedeute, Daten zu managen, die On-Premises, Colocation und in der Public Cloud sind, beziehungsweise vom Edge bis hin zur Cloud. Es sei eine "einheitliche Programmierschnittstelle für Daten- und Infrastruktur-Dienste von HPE, Partnern und Kunden. Zudem erlaubt sie Entwicklern den Zugriff auf Infrastruktur und Daten als Code", heisst es dazu weiter.
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Illustration: HPE
Und weil Daten auch einen Lifecycle durchlaufen – von der Generierung bis zu maximal dem Löschen – könne man entsprechende Lösungen anbieten, um die Daten je nach Lebensphase am besten Ort zu speichern, beziehungsweise an einen anderen zu verschieben, wo sie zu diesem Zeitpunkt günstiger oder besser verwaltet werden können.
Der "Data Ops Manager" sei über die "Cloud Console" erhältlich und erlaube das "Fleet Management" sowie ein "Intent-based Provisioning" in wenigen Klicks.
Noch sind aber nicht alle angedachten Tools live, bis Ende 2022 will HPE laut Katja Zurkirchen, Category Manager Storage Switzerland, alle Workloads abdecken können. Sie sollen generell das Management verteilter Infrastruktur vereinfachen und automatisieren. Und auch ein HCI-Manager und ein Software-defined Storage-Manager stünden auf der HPE-Roadmap.
Verfügbar seien die diversen nun gelaunchten und geplanten Cloud Data Services im Abo-Modell und die Idee dahinter sei vergleichbar einem App-Store.
Bis anhin setzt HPE im Datenbereich primär auf viele Partner für beispielsweise Backup und Recovery, hiess es. Aber HPE bringe vermehrt selbst data-native Services auf die Plattform – im Sommer werde man Genaueres sagen können, hiess es weiter.

Alternativen für Cloud-Skeptiker

"Was ist interessant an der Public Cloud?", fragte Zurkirchen in die virtuelle Runde. "Es sind nicht die Kosten, nicht Opex versus Capex. Nein, der Kunde sucht die Management-Möglichkeiten der Public Cloud", warb sie vor Kunden und Partnern.
Sehr wahrscheinlich waren auch Cloud-Skeptiker und Betreiber von Dark Sites im HPE-Publikum, so wurde denn auch aktiv auf die Security und Alternativen eingegangen. "Die Kundendaten bleiben On-Premises und gehen nie in die Cloud", versprach der Konzern. Und wem auch die integrierten Security-Massnahmen wie ein Secure Tunnel, Verschlüsselung und diverse Zertifizierungen nicht genügen, dem wurde gesagt, auf der Roadmap stehe auch eine On-Premises-Version der Plattform.
Natürlich gab es auch neue Cloud-native Storage-Systeme im Umfeld der Plattform anzukündigen. Sie tragen denn auch einen neuen Namen "HPE Alletra".
Bei HPE Alletra 6000 handle es sich um ein Midrange-System für geschäftskritische Datenbanken oder mittelgrosse virtualisierte oder containerisierte Umgebungen. Die 6000er sollen in etwa einem Jahr HPE Nimble Storage ablösen, hiess es dazu ergänzend.
Etwas anders ist die Sachlage beim ebenfalls angekündigten NVMe-System HPE Alletra 9000 gelagert. Dieses wurde vorgestellt als für geschäftskritische Anwendungen ausgelegt, "die extreme Anforderungen an Latenz und Verfügbarkeit haben".
Das bedeute aber nicht, dass die 9000er Primera ablösen sollen. "Primera ist nicht End-of-Life und wird bis mindestens 2024 weiterentwickelt", so Zurkirchen. Die 9000er hätten neue Funktionen, die später auch Primera-User erhalten würden.
Angesichts der sich laut Mebold auch hierzulande rasch beschleunigenden digitalen Transformation hat HPE auch die Verfügbarkeitsdaten in die nahe Zukunft gelegt: Ab 17. Mai sei die Plattform-Konfiguration und die 6000er verfügbar und lieferbar. Die 9000er werden für den 24. Mai angekündigt.
Weitere Ankündigungen im Storage-Geschäftsbereich würden in den nächsten Monaten folgen, sagten die HPE-Schweiz-Verantwortlichen. Künftig könne man alle HPE-Storage-Systeme managen im Cloud-Betriebsmodell.

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