Im Juli haben die Arbeitsämter wieder etwas mehr Arbeitslose in der Informatik registriert.
Während die Arbeitslosenquote gemäss den neusten Zahlen des Seco in den meisten Wirtschaftszweigen im Juli weiterhin leicht zurückging, war dies im Wirtschaftszweig Informatik nicht der Fall. Die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAVs) verzeichneten im Juli 2458 als arbeitslos gemeldete Personen aus diesem Bereich, 16 mehr als im Vormonat.
Dies ist zwar nur ein hauchzarter Wiederanstieg, aber doch das erste Mal seit September 2020, dass kein weiterer Rückgang im Bereich Informatik verzeichnet wurde. Im August 2020 hatte die Arbeitslosigkeit in der Informatik-Branche ihren höchsten Stand während der Pandemie erreicht. Seither waren die Zahlen Monat für Monat rückläufig.
Quelle: Seco. Grafik: Inside IT
Angesichts der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung steht zu hoffen, dass dies nur ein Zwischenhalt ist und sich die Arbeitslosenquote im Informatikbereich in den kommenden Monaten wieder weiter dem Vor-Covid-Stand annähert.
Im übergeordneten Bereich Information und Telekommunikation sank die Zahl der gemeldeten dagegen auf 4419, das sind 28 weniger als im Juni.
Die Arbeitslosentrends in diesem zusammengewürfelten Bereich zu interpretieren, ist allerdings heikel, weil hier vom Seco recht unterschiedliche Wirtschaftszweige zusammengezählt werden. Neben der Informatik (Definition "Erbringung von Dienstleistungen der Informationstechnologie") gehört dazu der Bereich "Informationsdienstleistungen" ("Tätigkeiten wie Datenverarbeitung und Hosting sowie sonstige Tätigkeiten, die der Bereitstellung von Informationen dienen.") den wir wohl auch zur Informatikbranche zählen würden sowie der Bereich Telekommunikation. Weiterhin kommen aber auch das Verlagswesen, der Bereich Herstellung, Verleih und Vertrieb von Filmen und Fernsehprogrammen, Kinos, Tonstudios und das Verlegen von Musik sowie der Bereich Rundfunkveranstalter hinzu.