Die Todesspirale und andere Windows-7-Installationsprobleme (Update)

27. Oktober 2009, 15:08
  • workplace
image

Für gewisse Heimanwender endet der Upgrade auf Windows 7 in einer üblen Sackgasse.

Für gewisse Heimanwender endet der Upgrade auf Windows 7 in einer üblen Sackgasse.
Noch ist unklar, wie verbreitet Installationsprobleme bei Windows 7 tatsächlich sind – Microsoft selbst spricht von isolierten Einzelfällen – aber zumindest die Presseberichte darüber häufen sich (und auch wir, ja, ja, tragen hiermit unseren Teil zu diesem Häufchen bei.)
Die im Internet diskutierten Fälle betreffen hauptsächlich Privatanwender. Die meisten Probleme werden von Usern gemeldet, die eine hierzulande nicht erhältliche verbilligte Upgrade-Version für Schüler und Studenten, die nur als Download geliefert wird, installieren wollen. Sie können die Installation nicht starten, wenn sie von einer 32-Bit-Version von Vista direkt auf eine 64-Bit-Version von Windows 7 upgraden wollen. Kein Wunder, denn diese Möglichkeit gibt es gar nicht. Ein Wechsel von 32-Bit-Vista auf 64-Bit-Windows-7 ist nur mit einer kompletten Neuinstallation von einer DVD aus, bei der das bisherige OS, sowie Files und Programme entfernt werden, möglich.
Microsoft beziehungsweise der zur Auslieferung der Files beigezogene Dienstleister Digital River scheint dies aber bei der Bereitstellung der Stundentenversion selbst anfänglich übersehen zu haben. Gemäss Microsoft wurde dies nun behoben. Käufer der Studentenversion, die für den Umstieg auf 64-Bit eine komplette Neuinstallation wagen wollen, können nun ein spezielles ISO-File herunterladen. Wer doch lieber bei 32-Bit bleibt, kann seine Bestellung ändern.
Endlosschleife
Probleme - und zwar von der übleren Sorte - kann es aber offensichtlich auch beim direkten Upgrade von 32-Bit-Vista auf 32-Bit-Windows-7 geben. Einige User melden, dass der Upgrade-Vorgang nach ungefähr zwei Dritteln abgebrochen wird. Der PC meldet, dass die neue Windows-Version nicht installiert werden konnte, dass man aber Vista weiterverwenden könne. Leider startet beim nächsten booten aber manchmal nicht wirklich Vista, sondern wieder der Upgrade-Prozess, und bricht erneut am selben Punkt ab, so dass betroffene User in einer Endlosschschleife stecken bleiben und ihren PC gar nicht mehr gebrauchen können.
Microsoft scheint das Problem schon von Vorversionen her zu kennen. Schon am 27. Juli wurde ein Support-Artikel mit einer Anleitung publiziert, um wenigstens Vista wieder zum Laufen zu bringen.
(Update: Inzwischen haben wir von Microsoft Schweiz selbst (Mercie!) einen Hinweis auf einen weiteren Support-Artikel zu diesem Problem erhalten. Er beschreibt, wie man einen PC, bei dem der Upgrade festhängt, dazu bringen kann, den Upgrade von Vista auf Win 7 doch ganz durchzuziehen. Er gilt aber nur, wenn der Upgrade bei einem Fortschritt von 62 Prozent stehen bleibt, und nach dem Reboot Vista wieder startet.) (hjm)

Loading

Mehr zum Thema

image

Microsoft zieht Windows 10 nach und nach den Stecker

Für gewisse nicht aktualisierte Versionen wird es bald keine Security-Updates mehr geben. Das Gleiche gilt für Windows-Server ab August. Weitere Produkte folgen bald.

publiziert am 18.5.2022
image

PC-Markt: Die Lieferprobleme halten an

Der westeuropäische PC-Markt liegt trotz leichtem Rückgang über Vor-Pandemie-Niveau. Lieferengpässe und geopolitische Spannungen bremsen den Absatz.

publiziert am 18.5.2022
image

Servicenow bietet 3 neue Dienste an

Mit den neuen Anwendungen sollen Unternehmen für die digitale Zukunft gerüstet werden. Zudem sollen die Services auch den Behörden schmackhaft gemacht werden.

publiziert am 11.5.2022
image

Apples Machine-Learning-Chef mag nicht zurück ins Büro

Apple holt seine Leute seit April wieder zurück in die Büros. Das war für Ian Goodfellow ein Kündigungsgrund.

publiziert am 10.5.2022