Exklusiv: Commvault erhält einen neuen Chef Schweiz und Österreich

26. August 2020, 14:00
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Mit Markus Mattmann übernimmt ein erfahrener Schweizer Manager das Ruder. Er erklärt seine Prioritäten und den Einfluss von Corona.

Markus Mattmann übernimmt am 1. September die Leitung des Commvault-Geschäfts in der Schweiz und Österreich. Dies bestätigt das Unternehmen auf Anfrage von inside-channels.ch.
Er löst Gerhard Raffling ab, der über 5 Jahre Geschäftsführer Commvault Systems (Austria) und Country Manager Schweiz, war.
Mattmann ist ein erfahrener Manager und kennt das Business, in dem Commvault tätig ist. Zuletzt arbeitete er kurz als General Manager Switzerland bei Netapp. Davor war er Managing Director von Pure, Managing Director Alps von Veritas. Rackspace, Oracle und 11 Jahre bei EMC gehören zu seinen Karrierestationen laut seinem Linkedin-Profil.
"Mit Markus Mattmann gewinnen wir einen motivierten und engagierten Manager für Commvault. Er bringt genau die Kompetenzen mit, die wir für eine starke Positionierung in der Schweiz und Österreich benötigen", so Rafal Slowinski, Area Vice President Central Eastern Europe bei Commvault.
Gleichzeitig wird Raffling verdankt, der laut Linkedin in Wien basiert war und der ein "starkes Fundament" für Commvault geschaffen habe, wie es heisst. Er wechselt zu einem ungenannten Unternehmen und konnte wegen Ferien unsere Anfrage nicht beantworten.
Mattmann werde von Zürich aus die Sales-Teams leiten und an Rafal Slowinski berichten.
Commvault erklärt ergänzend, die Schweiz und Österreich seien wichtige Märkte: In Österreich wird auf eine "gut etablierte Marktpräsenz und ein starkes Partner-Ökosystem" verwiesen. In der Schweiz, so Commvault, werde seit Beginn 2020 stark investiert, sowohl in Teams wie auch die Vertriebskanäle in allen Sektoren.

"Corona prägt den Markt"

Gegenüber inside-channels.ch sagt Mattmann zu seinen konkreten Zielen. "Ich will schnell mein Team kennenlernen, mit ihm wachsen und mit Commvault Marktanteile gewinnen. Gemeinsam wollen wir die Nummer eins im Bereich intelligentes Datenmanagement in der Schweiz sein. Mein Ziel ist es eng mit den Partnern zusammenzuarbeiten, und dass wir gemeinsam den Markt bearbeiten."
Dabei sei das Umfeld komplex: "Wir haben es mit einer Pandemie und einem wirtschaftlichen Abschwung zu tun. Für mich ist es wichtig, mit unseren Experten und mit unseren Kunden an Antworten zu arbeiten und gemeinsam zum Erfolg zu kommen. Dafür werden wir noch näher am Partner vor Ort sein und unseren Anwendern bestmögliche Lösungen liefern, zugeschnitten auf ihre Herausforderungen. Ich kann schon mal so viel sagen: Commvault ist gut gerüstet! Ich trage gerne zu noch mehr Aufklärung bei, so dass Verantwortliche gut informiert und sicher den Kurs für ihre Organisation setzen können."
Und wie schätzt Mattmann die Situation in seinem Markt aktuell ein und warum? "Der Markt ist ständig in Bewegung, natürlich auch sehr stark durch die Covid-19-Pandemie und ihre Folgen. Anbieter und Anwender sind auf der Suche nach neuen Lösungen für intelligentes Datenmanagement, um Wettbewerbern einen Schritt voraus zu bleiben. Unternehmen haben ihre Prioritäten neu geordnet und ihre Investitionen verlagert, einerseits hin zu Desaster-Recovery-Lösungen und andererseits hin zu Lösungen, die datengetriebene Geschäftsmodelle und -entscheidungen ermöglichen. Mitarbeiter müssen nicht zuletzt durch mehr Homeoffice mehr aus der Ferne auf Daten zugreifen. Daten werden immer mehr in die Cloud migriert, aber auch wieder in hybride Umgebungen zurückgeholt. Und damit im Zusammenhang steht auch, wie wichtig die Sicherheit dieser Daten ist und wie wichtig das Wissen darum ist, wo sich diese Daten befinden. All diese Themen kann Commvault adressieren und hat eine Lösung dafür, was für mich einen grossen Reiz ausübt."
Der Markt sei unter dem Einfluss von Corona sehr dynamisch. "Unternehmen, die bereits vorher offen waren für innovative Technologien, sich Gedanken zum Schutz und zur Verfügbarkeit von Daten gemacht haben und flexible Arbeitsmodelle getestet haben, waren zu Beginn im Vorteil."
Wer vor der Krise Programme zur digitalen Transformation gestartet habe, sollte diese womöglich neu bewerten. Dabei müsse berücksichtigt werden, wie sich das Kerngeschäft nun verändere und wie Kunden Produkte und Dienstleistungen künftig konsumieren würden.
"Für andere könnte es eine Chance sein, eine schnellere digitale Transformation voranzutreiben", fügt er an.

Am Puls der Schweizer ICT-Branche

Im ersten Digital Channels Forum spüren wir der Schweizer ICT-Branche den Puls. Wie überstehen ICT-Dienstleister, Software-Hersteller, Cloud-Provider, Hardware-Vendors und Outsourcer die Corona-Krise? Wer sind die Verlierer und wer die Gewinner? Und: Übersteht der stationäre Handel die Krise? Wir fragen bei Exponenten der Branche nach und lassen sie in vier Texten, vier Podcasts und einem Video zu Wort kommen.

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