Hitachi Storage endgültig im KMU-Markt angelangt

15. Oktober 2007, 03:40
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Einsteigergeräte von HDS für etwas über 4000 Franken.

Einsteigergeräte von HDS für etwas über 4000 Franken.
Hitachi Data Storage hat schon mehrmals seinen Eintritt in den KMU-Markt angekündigt, wobei aber bisher eher das obere Segment dieses Marktes gemeint war. Nun bringt HDS mit dem "Simple Modular Storage 100" endgültig ein Netzwerkspeichersystem, das vom Preis her – in der Schweiz ab etwas über 4000 Franken für die billigste Konfiguration - auch für kleinere Unternehmen in Frage kommt.
Auch beim "Simple Modular Storage 100" versucht HDS allerdings nicht, die Konkurrenz über das reine Preis-/Kapazitätssverhältnis zu übertrumpfen. Die Geräte sollen Kunden vor allem durch ihre einfache Bedienung sowie die Verfügbarkeitsfeatures überzeugen. So sollen sie zum Beispiel als einfache "Out-of-the-box" Windows Speicherlösung dienen, die über ein Wizard-basiertes Setup-Programm und Software für die automatische Konfiguration in wenigen Minuten konfiguriert werden kann.
Wenn eine Disk ausfällt, wird HDS über die Management-Konsole automatisch informiert und liefert eine kostenlose Ersatzdisk. Diese kann im laufenden Betrieb in einen der beiden dedizierten "repair slots" eingesetzt werden. Die defekte Platte muss man danach nicht einmal unbedingt ausbauen.
Auch ein Kapazitäts-Upgrade kann automatisiert bewerkstelligt werden. Die Idee dabei ist allerdings, dass der Kunden nicht nur zusätzliche HDs sondern ein ganzes neues System kauft. Dahinter steckt, wie uns Channel Sales Manager Roman Grob von HDS Schweiz erklärte, die Überlegung, dass heutzutage die Migrationskosten meist wesentlich höher sind als die Hardwarekosten. Beim SMS 100 kann das neue Gerät einfach an das alte Gerät angeschlossen werden, und die Migration der Daten automatisch und "per Knopfdruck" berwerkstelligt werden.
Die SMS 100-Systeme können mit bis zu 12 SAS- oder SATA II-Harddisks ausgerüstet werden und bieten so bis zu 9 GB Rohkapazität (6,75 GB nutzbare Kapazität mit RAID6 und einer Zusatzharddisk für schnelle Rebuilds). Die Systeme sind mit einem oder zwei Controllern sowie mit 6, 8 oder 12 Harddisks erhältlich. Pro Controller sind zwei GB-Ethernet-Ports für Anschlüsse über iSCSI vorhanden. Ein Modell mit Fibre Channel-Ports folgt gemäss Grob im nächsten Frühling. Unterstützt werden die Server-Betriebssysteme Microsoft Windows 2003, Microsoft Vista, Microsoft XP, HP-UX, IBM AIX, Novell Netware, Red Hat Linux, Red Flag Linux, Suse Linux, Sun Solaris sowie die Virtualisierungssoftware von VMware.
Versionen mit SAS-Disks sind ab sofort, Versionen mit SATA-Disks ab dem November erhältlich. Die günstigste Einsteigerkonfiguration mit SATA-Disks und einem Controller ist wie erwähnt für etwas über 4000 Franken zu haben. Eine voll ausgerüstete Version mit zwei Controllern und 12 SAS-Disks (15'000-RPM, 300 GB) kostet gemäss Grob rund 19'000 Franken. (Hans Jörg Maron)

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