2020 war ein weiteres Jahr, in dem die Hypothekarbank Lenzburg stark in Digitalisierung und Technologie investiert hat. Entsprechend musste das Institut einen Rückgang des Gewinns hinnehmen: Der Reingewinn sank im Jahresvergleich um 14% und lag noch bei etwas über 18 Millionen Franken, wie die Hypi Lenzburg mitteilt.
Unter anderem schlug der Aufbau eines eigenen Rechenzentrums zu Buche. Aber auch die Personalkosten stiegen wegen der Einführung neuer digitaler Arbeitsplätze. Dies seien aber unverzichtbare Investitionen in die Zukunft, lässt sich CEO Marianne Wildi in der Mitteilung zitieren.
Zum Unverzichtbaren zählen auch neue Funktionen für das hauseigenen Kernbankensystem Finstar. Man habe diese im abgeschlossenen Jahr unter anderem mit einer Blockchain ergänzt, um die sichere Aufbewahrung von digitalen Vermögenswerten zu ermöglichen. Die Feuertaufe steht noch bevor.
Finstar wurde 2017 zu einer offenen Plattform umgebaut und bringt über Lizenzen und Services Geld ein: Rund 5,8 Millionen Franken Nettogewinn konnte die Bank damit 2020 erzielen.
Das sind satte 16% mehr als im Vorjahr.
Wie schon in den letzten Jahren erweiterte die Hypi Lenzburg ihre Partnerschaften mit Fintechs. Erwähnt wird etwa die bereits
2018 geschlossenen Kooperation mit dem Startup Neon: Dieses erbringt bereits 152 Millionen Franken an Netto-Neugeldern der Privatkunden – bei insgesamt 211 Millionen Franken an neuen Privatkundeneinlagen. "Die Partnerschaft mit Neon beginnt sich auf verschiedenen Ebenen auszuzahlen, nicht zuletzt in den Bereichen der Refinanzierung und Karten", sagt Wildi in der Mitteilung.
Mit Luse hat die Hypi Lenzburg erst im Dezember 2020 ein
Startup für digitale Beratung gegründet. Und man will am Kurs festhalten, wie Verwaltungsratspräsident Gerhard Hanhart in der Mitteilung betont: Insbesondere die Weiterentwicklung von Finstar, der dafür notwendigen Infrastruktur und ausgewählter Open-Banking-Kooperationen wolle man gezielt angehen.