Linux benutzen ohne Linux zu kennen

22. Februar 2006, 10:06
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Collax büschelt eine Open Source-Server-Suite für KMU.

Collax büschelt eine Open Source-Server-Suite für KMU.
Im deutschen Ismaning hat gerade ein frisch gegründetes Unternehmen von drei Investmentfirmen, darunter Intel Capital, immerhin 7 Millionen Euro eingeheimst. Collax, so der Name, ist durch einen durch ein Buyout aus der Pyramid Computer GmbH entstanden. Gestärkt von dieser Finanzspritze will das Unternehmen nun versuchen, Deutschland und das umliegende Ausland – darunter auch die Schweiz – zu erobern.
Das Produkt der Ismaninger, der "Collax Business Server" beruht auf Linux und vielen weiteren Open Source-Anwendungen und soll verschiedenste KMU-Bedürfnisse auf einen Schlag – und natürlich billig – erfüllen. Das Einsatzspektrum der Software reicht vom File-, Mail-, Fax-, Proxy- und Web-Server über eine Firewall-, Anti-Viren-, Router- und VPN-Lösung bis hin zu Anti-Spam- und Web-Content-Filter. Der Preis, der Support, Updates, Patches usw. beinhaltet, beginnt bei 395 Euro für 10 User pro Jahr. Collax vertreibt den Server hauptsächlich als Softwarepaket, er ist aber auch inklusive Hardware als Appliance erhältlich. Collax ist gegenwärtig dabei, dafür ein Vertriebsnetz in der Schweiz aufzubauen.
Kein Linux Know-how nötig
Linux und Open Source-Applikationen treffen bei KMU unter anderem immer wieder auf ein Hindernis: Befürchtungen über mangelndes eigenes Know-how beziehungsweise den notwendigen Lernaufwand. Für dieses Problem glaubt Collax eine Lösung anbieten zu können: Collax hat aus der grossen Masse der vorhandenen Open Source-Applikationen die nach Ansicht der Ismaninger besten ausgewählt und ihnen vor allem auch eine gemeinsame Benutzeroberfläche verpasst. Diese soll die Komplexität von Linux beziehungsweise der anderen Komponenten vor dem User "verbergen". Für die Installation, Konfiguration und Wartung des Servers ist darum gemäss Collax kein Linux Know-how nötig.
Seine Wurzeln hat der Collax Business Server übrigens im "BenHur" Server von Pyramid Computer, der eine installierte Basis von etwa 7000 Kunden hat. BenHur war ursprünglich vor allem für Security-Zwecke konzipiert und wurde hauptsächlich als Appliance vertrieben. (hjm)

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