Microsoft eröffnet mit der ETH in Zürich ein Lab für KI und Mixed Reality

4. Oktober 2019 um 09:51
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In diesen Tagen eröffnet Microsoft zusammen mit der ETH in Zürich ein Forschungs- und Entwicklungslabor für Mixed Reality und Künstliche Intelligenz.

In diesen Tagen eröffnet Microsoft zusammen mit der ETH in Zürich ein Forschungs- und Entwicklungslabor für Mixed Reality und Künstliche Intelligenz. Im "Mixed Reality and AI Zurich Lab" sollen zwölf Mitarbeiter von Microsoft sowie fünf Doktoranden der beiden ETHs arbeiten. Geleitet wird das Labor von ETH-Professor Marc Pollefeys.
Microsoft und die ETH arbeiteten bereits seit elf Jahren in Projekten zusammen, sagte Pollefeys in einem Interview mit den 'ETH News'. Dies werde mit dem neuen Labor intensiviert. ETH-Doktorierende könnten dort an echten Problemstellungen der Industrie arbeiten und hätten Zugang zu modernster Hardware. Auf der anderen Seite profitiere Microsoft von der Forschung der ETH und den qualifizierten Doktoranden.
Inspiriert wurde das Labor von der Zusammenarbeit mit den Disney Research Studios. Die Kollaboration mit Microsoft und die Resultate der Arbeit seien vertraglich klar geregelt, so Pollefeys zu 'ETH News': "Sofern nicht im Rahmen eines Projekts anders vereinbart, bleibt das geistige Eigentum solcher Entwicklungen bei der ETH, wobei Microsoft das Recht hat, die Entwicklung kostenlos zu nutzen. Die ETH darf aber auch Lizenzen an Dritte vergeben. Möchte Microsoft die Technologie exklusiv nutzen, kann die Firma mit der ETH über eine kostenpflichtige Lizenz verhandeln."
Microsoft forscht auch mit Novartis an KI
Erst vor wenigen Tagen haben Microsoft und Novartis eine Zusammenarbeit in Sachen KI angekündigt: Ziel sei es, die Art und Weise, wie Medikamente entdeckt und entwickelt werden, zu verändern, teilte Novartis mit.
Es werde die grosse Menge an Novartis-Datensätze mit den fortschrittlichen KI-Lösungen von Microsoft zusammengeführt. Einige der schwierigsten Rechenaufgaben in den Biowissenschaften sollen so bewältigt werden, angefangen bei der generativen Chemie, der Bildsegmentierung und -analyse für eine intelligente und personalisierte Bereitstellung von Therapien bis hin zur Optimierung von Zell- und Gentherapien.
Die gemeinsamen Forschungsaktivitäten werden auf dem Novartis Campus in Basel, im Novartis Global Service Center in Dublin und im Microsoft Research Lab in Grossbritannien stattfinden, wie es in der Mitteilung hiess. Der Pharma-Riese werde eigens dafür ein KI-Innovationslabor einrichten. (ts/Keystone-sda)

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