Mobiliar fusioniert seine Immobilienportale

23. August 2021, 10:29
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Flatfox und Aroov sollen die Digitalisierung des Mietens künftig gemeinsam betreiben.

Nachdem Flatfox im Frühjahr von der Versicherung Mobiliar übernommen worden ist, wird es nun mit der 2019 von dem Versicherer gestarteten Aroov fusioniert. Seit Ende Juni 2021 heisst das fusionierte Unternehmen Flatfox. Nun wollen die beiden Proptech-Firmen auch die Funktionen ihrer Portale für die digitale Immobilienverwaltung zusammenführen. Bis im Herbst will man sie kombiniert haben und als neues Produkt anbieten können, heisst es in einer Mitteilung.
Flatfox aus Zürich habe bisher stärker die Mieterseite adressiert und die in Bern ansässige Aroov die Vermieter, erklärt Pressesprecher Fabian Häfelinger auf Anfrage. Beide Standorte mit ihren je 16 Mitarbeitenden bleiben erhalten. Die beiden Digitalisierer der Immobilienwirtschaft setzen auf selbst entwickelte Software. Basis der neuen Lösung wird die Software von Flatfox sein, die mit Features der Aroov-Lösung ergänzt werde. Etwas mehr als die Hälfte der Angestellten sind im Development tätig, so Häfelinger weiter.
CEO des fusionierten Unternehmens ist der bisherige Aroov-Geschäftsführer Matthias Frieden, der Mitgründer von Flatfox und frühere CEO Bernhard Mäder amtet neu als CTO und sein Gründerkollege Mattia Regi als CFO.
Versprochen wird ein schweizweiter Marktplatz, der als digitale Plattform den Mietprozess für alle bequemer und effizienter machen soll und Wohnungssuchende, Mieter- und Mieterinnen und Immobilienprofis zusammenbringt. Wie der 'Tagesanzeiger' schreibt, können den Onlinemarktplatz neben Wohnungssuchenden auch Immobiliengesellschaften zur Abwicklung ihrer Geschäfte mit privaten Interessenten nutzen, also sich online um eine Wohnung bewerben, Besichtigungstermine vereinbaren oder den Mietvertrag digital unterzeichnen. Zudem soll künftig für die Zeit nach der Wohnungsübergabe via App zum Beispiel möglich sein, einen defekten Kühlschrank zu melden oder Ersatzschlüssel zu bestellen.
Dass der Proptech-Markt interessant ist, lässt sich auch daran ablesen, dass sich erst kürzlich das 2016 gegründete Unternehmen Emonitor in einer Finanzierungsrunde 5 Millionen Franken sichern konnte. Zu den Investoren gehörten unter anderem die Kantonalbanken von Luzern, St. Gallen und Graubünden.

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