Montreux: Datenverlust hält sich scheinbar in Grenzen

12. Oktober 2021, 07:44
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Nach dem Cyberangriff auf die Gemeindeverwaltung von Montreux vom Sonntag wird das Ausmass des Schadens langsam klarer.

Die Ermittlungen zeigten bis am Montagabend, dass die Hacker nicht massenweise Daten abgreifen konnten. Der erste Angriff erfolgte am Freitagabend, Alarm löste das System gut 24 Stunden später um 1 Uhr früh am Sonntag aus. Zwischen diesen beiden Ereignissen habe es keine verdächtigen Aktivitäten gegeben, wie die Sicherheitsvereinigung Riviera (ASR) am Montagabend mitteilte.

Keine Lösungsgeldforderung oder Erpressungsversuch

ASR-Sprecherin Dounya Schürmann-Kabouya erklärte auf Anfrage von 'Keystone-SDA', aktuell wisse noch niemand, welche Daten gestohlen worden seien. Eine Lösegeldforderung oder ein Erpressungsschreiben seien bislang nicht eingetroffen.
Die Ermittlungen werden fortgesetzt. Dies geschieht mit der Unterstützung von Fachleuten des Kantons und des Bundes sowie eines spezialisierten externen Partners. Es wurde ein Krisenstab eingerichtet. Ziel ist es namentlich herauszufinden, ob sensible Daten von den Hackern missbraucht werden könnten.
Wie bereits gestern bekannt wurde, sind auch Riviera selbst sowie die Gemeinden Villeneuve und Veytaux vom Cyberangriff betroffen. Deren Systeme wurden isoliert und der Zugriff auf Internet, E-Mail und weitere Dienste gekappt. Ob die Gemeinden Blonay, Chardonne, Corseaux, Corsier, Jongny, La Tour-de-Peilz, St-Légier und Vevey, die ebenfalls Dienstleistungen von ASR beziehen, ebenfalls betroffen sind, ist ungewiss. Die ASR-Website ist nach wie vor offline.

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